Hitzeschutz: Tipps für Ihre Kundschaft

(kib) Der Sommer ist in Deutschland angekommen. Mit den hohen Temperaturen wird auch das Thema Hitzeschutz aktuell. Geben Sie Ihrer Kundschaft Tipps, wie diese einen kühlen Kopf bewahren und sich selbst und ihre Medikamente vor Hitze schützen kann.

20.06.2023

Wasserglas mit angelehntem Thermometer (38 Grad Celsius / 100 Grad Fahrenheit)
© Foto: jozsitoeroe / stock.adobe.com
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Hitze kann die Wirkung von Medikamenten verändern. Das betrifft zum Beispiel blutdrucksenkende Arzneimittel, Diuretika, Schlafmittel, Abführmittel oder Medikamente gegen Depressionen.

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Denn diese können den Flüssigkeitshaushalt und die Abkühlungsmechanismen des Körpers beeinflussen und eine Dosisanpassung notwendig machen. Diese sollen die Patientinnen und Patienten jedoch nicht eigenmächtig vornehmen, sondern mit dem behandelnden Arzt absprechen.

Wichtig zu wissen: Bei Hitze ist die Haut stärker durchblutet. Aus wirkstoffhaltigen Arzneipflastern gelangt dann möglicherweise mehr Wirkstoff ins Blut als gewünscht. Darüber hinaus können einige Arzneimittel die Haut lichtempfindlicher machen, und es kommt schneller zu einem Sonnenbrand. Hier ist der Rat zu konsequentem Sonnenschutz wichtig.

Flyer unterstützen

Die Bundesapothekerkammer hat verschiedene Materialien zum Thema Hitzeschutz entwickelt: Neben einem Flyer zur Weitergabe an Patientinnen und Patienten gibt es zwei Faktenblätter mit Verhaltenstipps und Hinweisen zur Lagerung von Medikamenten.

Medikamente schützen

Damit Medikamente wirken können, ist die richtige Lagerung wichtig. Raten Sie bei einer Hitzewelle zu Folgendem:

  • Lagerung im kühlsten Raum
  • Medikamente nicht im Auto liegen lassen
  • beim Transport im Auto: Medikamente an der kühlsten Stelle verstauen (z. B. unter dem Vordersitz)
  • Kühlkette bei kühlungspflichtigen Arzneimitteln einhalten (Kühlbox)
  • Kontakt mit Kühlakkus vermeiden (z. B. Arzneimittel in Handtuch einwickeln)

Ausreichend trinken

Raten Sie zum Trinken bevor der Durst kommt, mindestens 1,5 Liter am Tag – bei starkem Schwitzen auch mehr. Ein Trinkplan oder eine App, die ans Trinken erinnert, können hier hilfreich sein. Verzichtet werden sollte auf Alkohol, stark gesüßte Getränke und zu viel Kaffee.

Dem Körper beim Runterkühlen helfen

Lauwarme Duschen, Arm- und Fußbäder oder feuchte Tücher oder Wasserspray auf Stirn, Nacken und Handgelenke helfen dem Körper beim Abkühlen.
Raten Sie Ihren Kundinnen und Kunden außerdem zu leichter, heller und locker sitzender Kleidung aus Baumwolle oder Leinen.
Vermieden werden sollten sportliche oder anstrengende Tätigkeiten in der prallen Mittagshitze.

Quelle: ABDA

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