17.03.2017

Zika-Infektion greift das Herz an

© Goldfinch4ever / Getty Images / iStock

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(kib) Zika-Viren sorgen offenbar nicht nur für neurologische Folgeschäden bei den Babys infizierter Frauen. Auch das Herz der Infizierten selbst kann geschädigt werden. US-Forscher raten daher, auch auf Herzsymptome bei Patienten mit Zika-Infektion zu achten.

In einer Studie wiesen die Wissenschaftler des Instituts für Tropenmedizin in Caracas, Venezuela, bei neun zuvor herzgesunden Erwachsenen, die sich mit dem Zika-Virus infiziert hatten, Herzrhythmusstörungen und andere Herzschäden nach. Die Patienten – sechs Frauen und drei Männer von im Mittel 47 Jahren – waren im Sommer 2016 mit den typischen Symptomen einer Zika-Infektion in die Abteilung für tropenmedizinische Erkrankungen in Caracas eingewiesen worden. Die Infektion wurde dort auch bestätigt. Sie berichteten außerdem über Druckschmerz in der Herzgegend, Kurzatmigkeit und Müdigkeit. Bereits im anschließenden EKG zeigten sich eine bedenkliche Herzrate und Rhythmusstörungen, wie die Mayo Clinic in Rochester berichtet. Weitere kardiologische Untersuchungen, u. a. Echokardiogramm und Magnetresonanztomografie folgten.

Das Ergebnis: Eine ernsthafte Arrhythmie lag bei acht Patienten vor mit Vorhofflimmern, atrialer Tachykardie bzw. ventrikulären Störungen. Sechs Patienten wiesen Herzschäden auf mit eingeschränkter Ejektionsfraktion bzw. eingeschränkter Herzmuskelleistung.

Die Patienten wurden seit Juli 2016 nachbeobachtet, bei keinem haben sich den Forschern zufolge die Herzschäden inzwischen wieder regeneriert. Die Symptome hätten sich durch eine entsprechende Therapie jedoch gebessert.

Quelle: Ärzte Zeitung


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