31.12.2017

Die Beauty-Frage: Männersache?

© AndreyPopov / Getty Images / iSt

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Ist Schönheitschirurgie auch Männersache?

Die Antwort:

Männer, die mit ihrem Äußeren nicht zufrieden sind, scheuen inzwischen nicht mehr das Messer. Das geht aus der 10. bundesweiten Patientenbefragung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) unter 3400 Teilnehmern hervor. Lag zu Befragungsbeginn im Jahr 2009 der Männeranteil noch bei 9,6 Prozent, hat er inzwischen auf 17,5 Prozent zugelegt. „Männliche Patienten sind in der ästhetisch-plastischen Chirurgie nichts Neues“, erklärt Dr. Olaf Kauder von der DGÄPC. „Wir beobachten aber eine deutlich größere gesellschaftliche Akzeptanz für Männer, die sich mit ihrem Äußeren auseinandersetzen“. Ganz oben auf der Liste männlicher Verschönerungswünsche stehen laut Umfrage Korrekturen von Schlupflidern oder Tränensäcken. Mit 21 Prozent ließ gut jeder fünfte männliche Patient eine Augenlidkorrektur vornehmen. Auch Fettabsaugen (12,2 %), Nasenkorrekturen (8 %), Bauchdeckenstraffungen (7 %) und Lippenkorrekturen (2,8 %) sind beliebt. Genauso wie Korrekturen der Männerbrust (11,5 %) oder überaktiver Schweißdrüsen.

Rat der Expertin:

Bekommen Sie in der Apotheke mit, dass Kunden oder Kundinnen sich einer Schönheitsoperation unterziehen wollen, sollten Sie sie unbedingt darauf hinweisen, auf die Qualifikation des Arztes zu achten. Erkennbar ist diese am Facharzttitel für Plastische und Ästhetische Chirurgie, den Mediziner nur nach einer mindestens sechsjährigen Weiterbildung erhalten. Wichtig ist es zudem, die entsprechenden Nachsorgetermine in Anspruch zu nehmen und die Haut zu pflegen. Direkt nach medizinischen Peelings und Laserbehandlungen sind Solarienbesuche und Sonnenbäder tabu. Anschließend trägt vernünftiges Sonnenverhalten dazu bei, die Haut zu schützen und das Ergebnis des Eingriffs zu bewahren. Thermalwassersprays lindern Rötungen und Reizungen. Wundpflegeprodukte mit Wirkstoffen wie Dexpanthenol, Sucralfat, Kupfer- und Zinksulfat oder Madecassosiden unterstützen den Heilungsprozess. Gegen Schwellungen hilft die Einnahme von Arnica D6 oder Enzymen wie Bromelain und Trypsin.

Stefanie Fastnacht ist PTA, Apothekerin und Kosmetikfachberaterin (HAV). Sie ist Autorin vieler Artikel, in denen neben Hauterkrankungen immer auch die Hautpflege eine wichtige Rolle spielt.

 

Aus dem Kosmetiksortiment*

Produkt

Firma

Besonderheit

Avène Cicalfate Wundpflegeemulsion Post-Acte

Pierre Fabre Dermo-Kosmetik

Avène-Thermalwasser, Sucralfat, Kupfer- und Zinksulfat

Dermasence Zincutan Schaum

P & M Cosmetics

Dexpanthenol, Zinkoxid, Silber citrat, feuchtigkeitsspendend, wundheilungsfördernd

Eucerin Sun Fluid Anti-Age LSF 50

Beiersdorf

Hyaluronsäure, befeuchtend, falten lindernd, Glycyrrhetin säure, Licochalcone A, zellschützend

Roche-Posay Cicaplast Wundpflege Creme

L‘Oréal

Madecassoside, Kupfer-, Mangan- und Zinksalze

*ohne Anspruch auf Vollständigkeit (Stand: 04.12.2017)


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