31.10.2018

Forderung: Länger ausbilden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat bei der Eröffnung des Deutschen Apothekertages am 10. Oktober in München angekündigt, dass er den PTA-Beruf jetzt überarbeiten will. Ein zukunftsweisendes Berufsbild für die PTA war auch Gegenstand der Antragsberatung in der Hauptversammlung der Apothekerinnen und Apotheker. Mit Details mochte sich die Mehrheit der Delegierten in München aber nicht auseinandersetzen.

© Christoph Niekamp

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„Adexa und der BVpta sind in dieser strategischen Frage weiter und schneller“, sagt Adexa-Vorstand Andreas May. „Wir werben in den kommenden Gesprächen mit dem Gesundheitsministerium weiterhin für eine Verlängerung der Schulzeit auf 30 Monate. Hierfür hat sich auch die klare Mehrheit der betroffenen PTA-Schülerinnen, Praktikanten und jungen PTA in zwei Umfragen mit jeweils rund 900 Teilnehmern ausgesprochen. Zweieinhalb Jahre Fachschule sind machbar, wenn man es will.“

„Mit Blick auf den von Spahn angekündigten Wegfall des Schulgeldes entfällt künftig auch ein Argument der Gegner einer Verlängerung“, ergänzt die BVpta-Bundesvorsitzende Sabine Pfeiffer van Rijswijk. „Wichtig ist aber vor allem: Die insgesamt dreijährige Ausbildung macht den Beruf für Schulabgänger deutlich attraktiver. Denn sie sorgt für einen besser qualifizierten Berufsnachwuchs, der die künftigen Herausforderungen zum Beispiel bei der Beratung zur Selbstmedikation, aber auch beim QMS, bei der Dokumentation und beim großen Feld der Digitalisierung meistern kann.“

Adexa und der BVpta halten eine längere Fachschulzeit für dringend geboten, weil ein Umbau bei den Inhalten allein zu kurz greift. Eine Verlängerung des Praktikums auf zwölf Monate, wie sie auch diskutiert wird, würde aus Sicht von Gewerkschaft und Bundesverband PTA dagegen lediglich die Tendenz verstärken, dass der Berufsnachwuchs als billige Arbeitskraft ausgenutzt wird. JUP

Quelle: Pressemitteilung Adexa/BVpta


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