01.07.2017 | Anzeige

Sanfte Therapieoption bei bakterieller Vaginose

Vermehrter übelriechender Ausfluss – das Hauptsymptom einer bakteriellen Vaginose kann für die Betroffenen sehr belastend sein. Insbesondere für Frauen, die sich eine sanfte Behandlung ihrer Infektion wünschen, ist Canesbalance®, ein Vaginalgel mit Milchsäure und Glykogen, eine mögliche Alternative zur Standardtherapie mit Antibiotika wie Metronidazol.

„Aufgrund der typischen Symptomatik – dem fischartigen Geruch – ist eine bakterielle Vaginose in der Regel nicht mit einer Mykose zu verwechseln“, erklärte Professor Dr. Hans-Jürgen Tietz, Berlin, im Rahmen eines Symposiums beim FOKO 2017, dem Fortbildungskongress der Frauenärztlichen Bundesakademie in Düsseldorf.* Hintergrund des Leitsymptoms „Fischgeruch“ ist die Vermehrung von Keimen wie Gardnerella vaginalis, dessen Wachstum durch einen erhöhten pH-Wert der Scheidenflora begünstigt wird.

Antibiotika und Antiseptika nicht immer erste Wahl

Aufgrund ihrer umfassenden antimikrobiellen Wirksamkeit ist die Gabe von Metronidazol die zuverlässige und etablierte Standardtherapie bei einer bakteriellen Vaginose. Insbesondere bei oraler Applikation kann das Antibiotikum jedoch mit Nebenwirkungen assoziiert sein (1, 2). Unter Metronidazol kommt es außerdem bei einer großen Anzahl bei Frauen innerhalb von Wochen oder Monaten meist zum Rezidiv der Erkrankung (3).

Milchsäure-haltige Vaginalgele wie Canesbalance® stabilisieren dagegen das Scheidenmilieu, indem sie zu einer schnellen Absenkung des pH-Wertes führen und so „schädlichen“ Bakterien die Lebensgrundlage entziehen. Zusätzlich in Canesbalance® enthaltenes Glykogen, das auch natürlich in der Vaginalflora vorkommt, dient als Nahrungsquelle für physiologisch vorhandene „gute“ Milchsäure-Bakterien und fördert deren Wachstum und Vermehrung. Diese positiven Effekte von Milchsäure und Glykogen auf die Vaginalflora können weder für Antibiotika noch für Antiseptika gezeigt werden.

Milchsäure-Gel vergleichbar effektiv wie Metronidazol

Die Wirksamkeit eines Vaginalgels mit Milchsäure und Glykogen bestätigt eine klinische Studie: In die randomisierte, kontrollierte, multizentrische dreiarmige Untersuchung wurden 90 Frauen über 18 Jahre mit klinisch und mikrobiologisch diagnostizierter bakterieller Vaginose einbezogen. Sie wurden mit dem Milchsäure-Gel oder Metronidazol bzw. einer Kombination aus Metronidazol und Milchsäure-Gel behandelt. Bereits nach drei Tagen war unter allen drei Therapieregimen eine deutliche Reduktion der Bakterienmenge nachzuweisen: Die Zahl der Clue-cell-positiven Patientinnen war an Tag 3 signifikant niedriger als zu Beginn der Behandlung (p < 0,001). Es bestand dabei kein Unterschied zwischen den unterschiedlichen Regimen. Der Amin-Test zeigte darüber hinaus unter allen Regimen einen deutlichen Rückgang des „Fischgeruches“. Nur unter den beiden Milchsäure-haltigen Therapieregimen stieg dagegen die Menge der Laktobazillen kontinuierlich an (signifikant höheres Niveau am Tag 14 im Vergleich zu Metronidazol; p= 0,001) (4).

Grafik Canesten

„Bei einer unkomplizierten und nicht chronischen bakteriellen Vaginose kann eine Behandlung mit Milchsäure-Produkten wie Canesbalance® als Alternative zur Antibiotika-Therapie erfolgen“, so das Fazit von Tietz.

Therapie und Prävention von vaginalen Infektionen

Für Frauen, die von einer vaginalen Infektion betroffen waren, spielt die Vermeidung von Rezidiven bzw. Neuinfektionen eine wichtige Rolle. Dies gilt auch für vaginale Pilzinfektionen. So lassen sich bei einer akuten Vaginalmykose mit topischem Clotrimazol (zum Beispiel Canesten® Gyn Once Kombi ) gute Erfolge erzielen. Für Frauen, die unter Rezidiven der Pilzinfektion leiden, kann darüber hinaus die prophylaktische Behandlung mit einem Präparat, das wie Canesflor® Milchsäure-Bakterien enthält, sinnvoll sein: Lactobacillus plantarum P 17630 besitzt in in-vitro Studien eine ausgeprägte Adhäsionsfähigkeit gegenüber Vaginalepithelzellen und wirkt so der Ausbreitung von Candida albicans entgegen (5). Tietz betonte: „Mit Canesflor® steht ein Milchsäure-Bakterienstamm zur Verfügung, der über die Blockade der Andockstellen hilft, die Wiederkehr von Pilzinfektionen zu verhindern.“

*Satellitensymposium „Häufige Mykosen, bakterielle Vaginosen und nicht infektiöse Dermatosen“ im Rahmen des FOKO 2017, Fortbildungskongress der Frauenärztlichen Bundesakademie in Düsseldorf, 10. März 2017, Veranstalter: Bayer Vital GmbH, Leverkusen

(1) British Association for Sexual Health and HIV. UK National Guidelines for the Management of Bacterial Vaginosis 2012. Available at: http://www.bashh.org/documents/4413.pdf [Accessed 4 December 2014]; (2) Marrazzo JM: Elusive aetiology of bacterial vaginosis. Do lesbians have a clue? Sex Transm Infect 2007;83(6):424–5; (3) Blackwell AL et al: Anaerobic vaginosis (non-specific vaginitis): clinical, microbiological, and therapeutic findings, Lancet 1983;2(8364):1379–82; (4) Decena D et al: Metronidazole with Lactacyd vaginal gel in bacterial vaginosis, J Obstet Gynaecol Res 2006;32(2):243–251 (multizentrische, offene, kontrollierte, randomisierte, 3-armige Vergleichsstudie an 90 Frauen), durchgeführt mit Lactacyd Vaginalgel (Bestandteile: Milchsäure, Glykogen, Propylenglykol, Methylhydroxypropylcellulose, Natriumhydroxid, Wasser); (5) Tietz JH: Häufige Mykosen, bakterielle Vaginosen und nicht infektiöse Dermatosen. Gyne 2016; 1: 7-23


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