31.12.2018

BVpta: Minijob – geringfügig entlohnt beschäftigt

© alvarez / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)

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Von einem Minijob oder einer geringfügigen Beschäftigung ist die Rede, wenn Sie monatlich nicht mehr als 450 Euro verdienen. Solch eine geringfügige Beschäftigung kommt dann für Arbeitnehmer infrage, wenn eine bestimmte Grenze finanziell nicht überschritten werden soll oder die Tätigkeit nur kurz andauert.

Der Minijob eignet sich somit zur Nebentätigkeit, wenn also zusätzlich zum Haupteinkommen etwas hinzuverdient werden soll. Auch wird sie häufig von Studenten und Arbeitssuchenden genutzt. Minijobs waren unter anderem einmal als Brücke gedacht, um nach Phasen der Kindererziehung oder Erwerbslosigkeit wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Fest steht jedoch, dass der Minijob fest im Arbeitsmarkt etabliert ist. In den Apotheken arbeiten viele PTA auf Basis von 450 Euro.

Wichtig ist, dass man den Verdienst von 450 Euro im Monat, beziehungsweise 5400 Euro im Jahr, nicht überschreitet. Die Arbeitszeit ist mittlerweile flexibel geregelt, sodass in Ausnahmefällen der Verdienst über 450 Euro im Monat liegen darf. Man verdient dann in einem Monat mehr, dafür in einem anderen Monat weniger, sodass der Durchschnittsverdienst pro Monat umgerechnet maximal 450 Euro beträgt.

Üblicherweise bedeutet eine geringfügige Beschäftigung für den Arbeitnehmer, dass man Brutto wie Netto ausbezahlt bekommt. Für diese Einnahmen muss man keine Steuern und keine Sozialabgaben abführen, nur zur Rentenversicherung ist ein Eigenanteil von 3,9 Prozent zu zahlen. Davon kann man sich befreien lassen, allerdings zahlt der Arbeitgeber Sozialabgaben und Steuern für den Arbeitnehmer.

Der Gesetzgeber stellt Arbeitnehmer in Vollzeit und Teilzeit gleich. Man hat Anspruch auf bezahlten Urlaub. Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt 24 Tage im Jahr bei einer 6-Tage-Woche. Der Urlaubsanspruch wird auf die Anzahl der Tage, die Sie arbeiten, umgerechnet.

Im Krankheitsfall wird man weiterhin bezahlt. Der Arbeitgeber ist dazu ver pflichtet, bis zu sechs Wochen weiterhin Lohn zu zahlen. Allerdings muss man sich ab dem dritten Fehltag eine Bescheinigung vom Arzt ausstellen lassen.

In der Regel hat man eine Kündigungsfrist von vier Wochen zum Ende des Kalendermonats oder zum 15. eines Monats (fristlose Kündigung ausgenommen).

Kontakt:

BVpta e.V.
Bismarckstraße 128
66121 Saarbrücken
Tel.: 0681.960 23-0
Fax: 0681.960 23-11
info@bvpta.de


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