31.07.2018

kurz & bündig: Beratung zu Hautpflege im Sommer

von Stefanie Fastnacht

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Lieber leicht


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Bei sommerlichen Temperaturen werden die Stoffe luftiger und auch die Säume von Röcken oder Hosen klettern in die Höhe. Doch nicht nur die Kleidung, auch die Hautpflege gehört an steigende Temperaturen angepasst. Basis ist natürlich der Schutz vor UV-Strahlung. Zur täglichen Pflege sollte jetzt zudem – je nach Hautzustand – auf Cremes und Lotionen mit weniger Lipiden und mehr Feuchtigkeit ausgewichen werden. Denn wenn Temperaturen und Luftfeuchtigkeit nach oben gehen, nimmt auch die Talgproduktion zu, und die Haut ist weniger trocken als im Winter. Sehr lipidreiche Pflegeprodukte lassen sie dann nicht nur glänzen, sondern decken sie auch stark ab, was Entzündungen und Pickeln Vorschub leisten kann. Bei der Auswahl von Pflegeprodukten ist andererseits aber zu berücksichtigen, dass Sonneneinstrahlung, Wärme, Wind und Schwitzen austrocknen, was sich an der Haut unter anderem mit Elastizitätsverlusten bemerkbar macht. Weshalb der Organismus auch von innen durch Trinken von Tee oder Wasser versorgt werden muss.

Reinigen und cremen


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Nach dem Baden im Meer oder im Pool gehört die Haut spätestens am Abend abgeduscht, um sie von Chlor- und Salzrückständen zu befreien. Heißes Wasser sollte dabei vermieden werden, weil es zusätzlich Feuchtigkeit entzieht. Hautverträglicher sind kurze Duscheinheiten mit lauwarmem Wasser. Problemzonen wie Achseln, Füße und Intimbereich werden mit milden Reinigungsprodukten gesäubert (z. B. Bepanthol® Wasch- und Duschlotion). Zur Gesichtsreinigung eignen sich micellare Fluids, die ohne Reiben Make-up und Verschmutzungen lösen (z. B. Vichy Pureté Thermale 3 in 1 Reinigungsfluid). Zum Eincremen nach dem Duschen empfehlen sich für den Körper feuchtigkeitsspendende Bodylotions mit Glycerin (z. B. Eucerin® Aquaporin Active). Im Gesicht sollten ebenfalls leichtere Texturen wie Seren zum Einsatz kommen (z. B. Eau Thermale Avène Belebendes Serum). Pflegeextras sind Körperpeelings (z. B. Medipharma Cosmetics Granatapfel Körperpeeling), die die Haut glatt und frisch aussehen lassen. Thermalwassersprays kühlen und spenden Feuchtigkeit (z. B. Roche-Posay Thermalwasser).

Haare


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Wind, Salz- und Chlorwasser trocknen aus und fördern so Bruch und Spliss. In Kombination mit UV-Strahlung bleichen Haare zudem aus. Rottöne verblassen besonders schnell. Um vorzubeugen, können nach der Wäsche an den aktuellen Kopfhaut- und Haarzustand angepasste Haarkuren oder -masken im Haar verteilt werden. Die enthaltenen Öle, Wachse, Proteine oder Seidenextrakte wirken restrukturierend. Pflegestoffe mit positiver Ladung wie quartäre Ammoniumverbindungen lagern sich an geschädigte Haarstellen an – dort besteht ein Überschuss an negativer Ladung – glätten diese und reduzieren so die Reibung zwischen den einzelnen Haaren. Neben Tüchern und Mützen sorgen Farbschutzkuren und -sprays für den Erhalt der Farbe (z. B. Furterer Okara Farbschutz Spray).

Füße


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Frei von Hornhaut und Schrunden, läuft es sich in offenen Sommerschuhen nicht nur besser, es sieht auch gepflegter aus. Zum Abtragen von Hyperkeratosen eignet sich zum Beispiel Bimsstein. Fußbäder mit Thermalsolesalz und ätherischen Ölen (z. B. Kneipp® Fußbadekristalle) erfrischen und beleben strapazierte Treter. Das Eincremen, nicht nur nach dem Fußbad, sondern täglich, sorgt dafür, dass die Fußhaut gar nicht erst verhornt, sondern geschmeidig bleibt und nicht einreißt. Eine intakte Hautbarriere bietet zudem einen gewissen Schutz vor Pilzinfektionen. Zur Stabilisierung der Barrierefunktion der Haut sollten Pflegecremes oder -schäume für die Füße neben Lipiden auch Feuchthaltefaktoren wie Harnstoff enthalten (z. B. Allpresan® Fuß spezial Nr. 2 trockene Haut Schaum, Eucerin® UreaRepair Plus Fußcreme 10 %).

Verbrannt


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Wer sich zu lange in der Sonne aufgehalten hat, bekommt die Folgen etwa sechs Stunden später zu spüren: Die Haut ist rot, schmerzt und fühlt sich heiß an. In schweren Fällen bilden sich sogar Blasen. Bei den ersten Anzeichen einer Hautrötung sollten Betroffene sofort raus aus der Sonne. Fühlt sich die Haut sehr heiß an, kann sie zunächst unter der lauwarmen bis kalten Dusche oder mit feuchten Handtüchern vorsichtig gekühlt werden. Beim Verwenden von Kühlpacks die Haut immer mit einem Tuch schützen, um lokale Erfrierungen zu vermeiden. Zusätzlich heilungsfördernd wirken Sprays mit Dexpanthenol (z. B. Bepanthen®Schaumspray) oder After-Sun-Präparate mit Braunalgenextrakten (z. B. Bioderma Photoderm Après-soleil SOS Spray). Auch Schüßler- Salz Nr. 8 (D 6) in Kombination mit Nr. 3 (D 12) lindert den Sonnenbrand. Für kleine Stellen je eine Tablette mit Wasser lösen und den Brei auftragen, für größere mehr Tabletten verwenden.


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