Aus für Mittel gegen Erdnussallergie

(kib) Hersteller Stallergenes Greer stellt die Produktion von Palforzia zur oralen Immuntherapie einer Erdnussallergie schrittweise ein. Was das für Patientinnen und Patienten bedeutet, die bereits eine Therapie begonnen haben, erklärt der Deutsche Allergie- und Asthmabund.

12.02.2026

Junge mit traurigem Gesicht lehnt eine Erdnuss ab
© Foto: dream@do / stock.adobe.com
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Die orale Immuntherapie mit Palforzia galt als Hoffnungsträger in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Erdnussallergie. Nun stellt der Hersteller die Produktion ein, unter anderem, weil nur wenige Patientinnen und Patienten mit dem Präparat behandelt werden und es hohe logistische Herausforderungen gibt, heißt es zur Begründung.

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Was bedeutet das konkret für die Versorgung?

Wie der Deutscher Allergie- und Asthmabund auf seiner Internetseite berichtet, wird es eine Übergangsfrist geben:

  • Bis 31. März 2026 ist die Packung zur initialen Aufdosierung (PZN 16903164) verfügbar. Danach sollen keine neuen Patientinnen und Patienten mehr mit Palforzia eingestellt werden.
  • Die Dosissteigerungsphasen (Stufen 1 bis 11) bleiben voraussichtlich bis Dezember 2026 verfügbar – um eine kontrollierte Dosissteigerung bis zur Erhaltungsdosis zu ermöglichen.
  • Die Erhaltungsdosis (300 mg) wird bis März 2027 erhältlich sein.

Damit soll sichergestellt werden, dass bereits begonnene Therapien beendet werden können. Patientinnen und Patienten sollen die vorgesehene Dosis weiter gemäß dem Plan einnehmen und die Empfehlungen befolgen, die sie bei ihrem letzten Termin in der Klinik erhalten haben. 

Das Medikament

Palforzia ist das einzige Medikament zur Behandlung der Erdnussallergie für Kinder und Jugendliche in der Europäischen Union. 2020 wurde es zunächst für Kinder im Alter von vier bis 17 Jahren zugelassen. 2025 folgte dann die Zulassung für Kinder von ein bis drei Jahren.

Auch die Erstattung des Medikaments durch die Krankenkassen ist in Deutschland gegeben. Mit der Marktrücknahme steht nun kein zugelassenes Medikament mehr zur Verfügung.

Quelle: DAAB, Ges. f. Päd. Allerg. und Umweltmedizin e. V.

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