BAK: PTA-Ausbildung fürs Pharmaziestudium anrechnen
- Die Bundesapothekerkammer fordert eine teilweise Anrechnung der PTA-Ausbildung auf das Pharmaziestudium, um den Zugang zum Apothekerberuf zu erleichtern.
- Praktische Lehrveranstaltungen im Grundstudium sowie das finale praktische Jahr als Pharmazeut im Praktikum (PhiP) in der Apotheke sollen zeitlich verkürzt werden.
- Das Ziel ist eine Reduktion des praktischen Jahrs auf sechs Monate für erfahrene PTA, was die Studiendauer effektiv verkürzt.
Die Bundesregierung möchte die Anerkennung ausländischer Heilberufsqualifikationen beschleunigen. Dazu hat sie einen Referentenentwurf für eine Verordnung vorgelegt. Die BAK nimmt hierzu Stellung: „Wir regen daher an, § 24 Absatz 1 dahingehend zu ergänzen, dass eine erfolgreich absolvierte Ausbildung von PTA teilweise angerechnet werden kann. Diese Möglichkeit sehen wir für praktische Lehrveranstaltungen im Grundstudium sowie für die praktische Ausbildung gemäß § 4.", schreibt die Standesvertretung.
Bisher dauert das Pharmaziepraktikum am Ende des Studiums zwölf Monate. Die BAK schlägt vor, dieses Praktikum in der öffentlichen Apotheke für ausgebildete PTA auf sechs Monate zu halbieren.
Bundesgesundheitsministerium wertet Stellungnahmen aus
Auf Nachfrage von DAS PTA MAGAZIN erklärte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums, dass die Stellungnahmen der beteiligten Kreise zum Referentenentwurf der Verordnung, darunter auch die der BAK, aktuell ausgewertet werden.
Zum Zeitplan teilte das Ministerium mit: „Aktuell ist ein Inkrafttreten der Regelungen zeitgleich mit dem Gesetz zur Beschleunigung der Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsqualifikationen in Heilberufen für den 1. November 2026 vorgesehen."
Als PTA studieren
Unter bestimmten Voraussetzungen können PTA auch ohne Abitur studieren. DAS PTA MAGAZIN stellt Ihnen beispielhaft drei Studiengänge vor.
Quelle: Bundesapothekerkammer, Bundesgesundheitsministerium