Beeinflusst die Pandemie unsere geistige Fitness?

(kib) Wie verändert eine COVID-19-Erkrankung die Gedächtnisleistung? Und welche Rolle spielt die psychische Belastung durch die Pandemie? Mit einer App wollen Hirnforscher mögliche Effekte auf das Gehirn untersuchen. Bürger ab 18 Jahren können mitmachen – auch diejenigen, die nicht an COVID-19 erkrankt sind.

22.03.2021

Mann hält USB-Stick in der Hand
© Foto: lassedesignen / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)
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Mittlerweile gibt es verstärkt Anzeichen, dass sich eine Infektion mit SARS-CoV2 negativ auf die Gedächtnisleistung und das Gehirn auswirken kann. Hier setzt eine Langzeitstudie an, die ein Team des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen und des Instituts für Kognitive Neurologie und Demenzforschung an der Universitätsmedizin Magdeburg geplant hat. Die Forschenden wollen Daten von COVID-19-Erkrankten und gesunden Menschen erheben und von vergleichen, die alle Teilnehmer über eine Smartphone-App bereitstellen.

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Das heißt, das Projekt setzt auf breite Bürgerbeteiligung: Mitmachen können Erwachsene ab 18 Jahren aus ganz Deutschland – und zwar unabhängig davon, ob sie bereits eine COVID-19-Erkrankung durchgemacht haben oder nicht.

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Die dazu notwendige App ist kostenlos und ruft ihre Benutzer regelmäßig dazu auf, ihr Gedächtnis zu testen – zunächst wöchentlich, später seltener. Der Testablauf umfasst verschiedene spielerische Aufgaben, die insgesamt etwa eine Viertelstunde dauern. Zum Beispiel müssen sich die Probanden die Lage von Objekten merken oder erkennen, ob es sich bei den in der App dargestellten Fotos um Innen- oder Außenaufnahmen handelt. Die Aufgaben testen gezielt bestimmte Hirnbereiche und kognitive Fähigkeiten.

Ziel ist, einen umfassenden Eindruck der psychosozialen Situation der Menschen und ihrer Gedächtnisleistung in Zeiten der Pandemie zu gewinnen. Denn nicht nur eine COVID-19-Erkrankung, sondern auch die generelle psychische Belastung – so die Theorie der Forscher – kann die geistige Fitness beeinträchtigen. Deshalb untersuchen sie auch Effekte der Pandemiebewältigung wie die soziale Isolation und die Kontaktreduzierung.

Über zwei Jahre sollen im Idealfall 5000 Teilnehmer befragt werden, von denen zwischen fünf und zehn Prozent eine Infektion durchgemacht haben. Erste Ergebnisse erwarten die Experten bereits im Sommer, sofern genügend Personen mitmachen.

Weitere Infos finden Sie hier.

Quelle: Helmholtz-Gemeinschaft

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