Beipackzettel soll digital werden

(kib) Der digitale Beipackzettel soll zum Standard werden. Das plant Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, die damit entsprechende EU-Regelungen umsetzen will.

11.03.2026

Grüne Tabletten im Blister, grün-weiße Kapseln und weiße, teilbare Tabletten auf einem Beipackzettel liegend.
© Foto: PhotoSG / stock.adobe.com
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Warken betont laut einer Meldung der Deutschen Presseagentur dpa die Vorteile einer digitalen Packungsbeilage, etwa automatische Übersetzungen oder Vorlesefunktionen. Sie betont zugleich, dass jeder Patient weiterhin ein Recht darauf habe, in der Apotheke einen ausgedruckten Beipackzettel zu erhalten.

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Umsetzung dauert noch

Zur konkreten Ausgestaltung und ob es Beipackzettel dann gar nicht mehr in Packungen geben soll, machte das Ministerium der dpa zufolge keine näheren Angaben. Im Rahmen des nationalen Umsetzungsgesetzes soll nun ein Vorschlag erarbeitet werden.

Die EU-Regelungen sehen vor, dass für jedes Arzneimittel eine elektronische Packungsbeilage bereitgestellt werden muss. Darüber hinaus können die Mitgliedstaaten entscheiden, ob und für welche Arzneimittel zusätzlich eine Papierversion beibehalten werden solle. Die europäischen Pläne müssen noch auf EU-Ebene abschließend angenommen werden.

Für die Bestimmungen zur Packungsbeilage gilt dann, dass sie zwei Jahre nach Inkrafttreten der EU-Regelungen umgesetzt werden müssen. Dies werde derzeit bereits vorbereitet.

Quelle: dpa-AFX

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