Carsten Linnemann wird Bundesgesundheitsminister
- Die bisherige Bundesgesundheitsministerin Nina Warken wird erste Bundeskanzleramtschefin.
- Ihren Job im Gesundheitsministerium übernimmt der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann.
- Auslöser für den Personalumbau war der Rücktritt des Unionsfraktionsvorsitzenden Jens Spahn.
Wie die dpa berichtet, wechselt der 48-Jährige Linnemann aus Paderborn an die Stelle von Warken ins Gesundheitsministerium. Er hat Betriebswirtschaftslehre studiert und war zwischenzeitlich Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion. An die Adresse der gesetzlichen Krankenversicherung, für die er künftig zuständig ist, sagte Linnemann einmal: "Ich finde, zehn Krankenkassen in Deutschland reichen."
Linnemann mit Gesundheitsthemen vertraut
Linnemann steigt als Gesundheitsminister mitten in den Reformprozess ein und muss gleich die Pflegereform stemmen. Carsten Linnemann übernehme damit ein Ministerium, "das für den am schnellsten wachsenden Sektor unserer Volkswirtschaft steht", sagte Merz. Zudem habe er bei den Koalitionsverhandlungen den Gesundheitsbereich verantwortet. "Er hat im Koalitionsausschuss die Themen alle mit verhandelt. Er weiß also, wovon er spricht."
Erste Chefin des Bundeskanzleramts
Mit Nina Warken wird zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik eine Frau als Chefin des Bundeskanzleramts arbeiten. Merz lobte Warken laut dpa-Bericht als Politikerin, die "vielfältige Themen, in ihrer ganzen Komplexität beherrscht" und als harte Verhandlerin.
Ausgelöst hatte den Postenwechsel der ehemalige Bundesgesundheitsminister und bisherige Unionsfraktionsvorsitzende Jens Spahn. Spahn war am Wochenende von seinem Amt an der Fraktionsspitze zurückgetreten. Seinen Posten übernimmt Thorsten Frei, der bislang Chef im Kanzleramt war.
Quelle: dpa