Darmkrebs: Risikofaktor UPF

(kib) Die Inzidenz für Darmkrebs mit frühem Erkrankungsbeginn, also mit Diagnosestellung vor dem 50. Lebensjahr, nimmt weltweit zu. Ein Risikofaktor könnte der häufige Verzehr von ultrahochverarbeiten Lebensmitteln (UPF) sein. Das zeigt eine aktuelle Studie.

12.01.2026

Gefüllter Einkaufswagen vor einem Kühlregal im Supermarkt.
© Foto: monticellllo / stock.adobe.com
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Wer häufig ultrahochverarbeitete Lebensmittel verzehrt, scheint sein Risiko zu erhöhen, Darmkrebs zu entwickeln. Und das bereits in jüngeren Jahren, zeigt eine Studie der Harvard Medical School

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UPF enthalten meist wenig Ballaststoffe, Vitamine und Polyphenole, dafür viele ungesunde Fette, raffinierte Stärke und Zusatzstoffe wie Emulgatoren oder Süßstoffe. Diese Faktoren können das Darmmikrobiom beeinträchtigen und Entzündungen fördern, was die Entwicklung von Darmkrebs begünstigt, heißt es in der Pressemitteilung als mögliche Erklärung. 

Synergistischer Effekt

Wie es weiter heißt, konnten die Forschenden keine einzelne Gruppe ultrahochverarbeiteter Lebensmittel als treibende Kraft für das frühe Auftreten von Darmkrebs identifizieren. Dies deutet ihnen zufolge darauf hin, dass der Kontakt mit einer Vielzahl unterschiedlicher Lebensmittelzusatzstoffe einen synergistischen Effekt ausüben könnte und so die Barrierefunktion des Darms beeinträchtigt und das Mikrobiom verändert.

Die Daten unterstreichen aus Sicht der Autorinnen und Autoren die negative Rolle von UPF bei der frühzeitigen Entstehung von kolorektalen Tumoren und sprechen für eine Verbesserung der Ernährungsqualität mit weniger ultrahochverarbeiteten Lebensmitteln als Präventionsstrategie.

Quelle: Ärzte Zeitung

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