Der Virusinfekt als Allergiebooster

(kib) Allergische Reaktionen verlaufen während einer akuten Virusinfektion oft deutlich schwerer. Ein Team der Universität Duisburg Essen ist dem Grund dafür nun einen Schritt nähergekommen.

13.04.2026

Forscherteam im Labor bei Auswertung von Ergebnissen.
© Foto: CC/peopleimages.com / stock.adobe.com
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Kämpft der Körper gegen Viren, geraten bestimmte Immunzellen außer Kontrolle: Wie die Forschenden zeigen, handelt es sich dabei um entzündliche Monozyten, eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen.

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Immunzellen werden empfindlicher gegenüber Allergenen

Als Auslöser identifizieren die Autorinnen und Autoren Interferone vom Typ I. Diese Botenstoffe werden früh im Verlauf einer Virusinfektion freigesetzt und versetzen das Immunsystem in erhöhte Alarmbereitschaft. Gleichzeitig machen Typ‑I‑Interferone entzündliche Monozyten auch empfindlicher gegenüber Allergenen.

Treffen diese Zellen auf Allergene, reagieren sie besonders stark und setzen den Botenstoff PAF (platelet‑activating factor) frei. PAF gilt als zentraler Auslöser der schwersten allergischen Reaktion, der Anaphylaxie. Dabei kann es innerhalb kurzer Zeit zu massivem Blutdruckabfall, Atemnot und Kreislaufversagen kommen.

Perspektivisch mehr Sicherheit

Ein besseres Verständnis dafür, auf welche Weise Virusinfektionen schwere allergische Reaktionen – inklusive Anaphylaxien – verstärken können, ist ein wichtiger Schritt. Perspektivisch kann dies die Sicherheit von Patientinnen und Patienten mit Allergierisiko während Infektionen erhöhen, so die Autorinnen und Autoren der Studie. Die klinischen Konsequenzen müssen jedoch in weiteren Untersuchungen bestätigt werden.

Quelle: Universitätsklinikum Essen

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