Farbenpracht auf dem Teller stärkt das Immunsystem

(kib) Die zweite Corona-Welle hat Deutschland fest im Griff. Gleichzeitig haben Erkältungs- und Grippeviren Hochsaison. Da ist ein funktionierendes Immunsystem wichtiger denn je. Die Verbraucherzentrale Hessen rät dazu, Lebensmittel abwechslungsreich und bunt auszuwählen.

26.11.2020

Gedünsteter Fisch auf einem Gemüsebett
© Foto: Jacek Chabraszewski / stock.adobe.com
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Dazu gehören neben viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Nüssen und dem vollen Korn kleine Mengen tierischer Lebensmittel wie Milchprodukte, Eier, Fisch und Fleisch. Meist reichen schon kleine Mengen aus, um die empfohlene Zufuhr der fürs Immunsystem wichtigen Nährstoffe zu erreichen. So decken bereits ein bis zwei Paranüsse oder eine Portion Fisch den Selen- und eine Portion Grünkohl den Folatbedarf.

Einzig Vitamin D kann der Körper meist nicht ausreichend über Lebensmittel aufnehmen. Denn es kommt nur in fettreichen, tierischen Lebensmitteln wie Meeresfischen (z. B. Hering, Lachs), Eigelb, Leber und einigen Speisepilzen vor. Regelmäßige Aufenthalte im Freien von April bis Oktober sorgen normalerweise für eine ausreichende Bildung von Vitamin D in der Haut und Speicher für die sonnenarmen Monate.

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Wenn ein Arzt dennoch eine unzureichende Versorgung feststellt, sollte er ein Arzneimittel verschreiben und die Dosierung festlegen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt Verbrauchern, über Nahrungsergänzungsmittel nicht mehr als 20 Mikrogramm Vitamin D pro Tag aufzunehmen.

In der Mitteilung weisen die Experten der Verbraucherzentrale Hessen zudem darauf hin, dass eine „Steigerung“ der Abwehrfunktionen durch Nahrungsergänzungsmittel nicht belegt ist. Derartige Versprechen oder Aussagen wie „schützt vor Viren“ seien für die Produkte verboten und reine Geschäftemacherei.

Auch gelte mit Blick auf Nahrungsergänzungsmittel und das Immunsystem nicht der Satz „Viel hilft viel“. Im Gegenteil: Eine deutlich über der jeweils empfohlenen Tageszufuhr liegende Aufnahme kann zu Gesundheitsstörungen oder Wechselwirkungen mit gleichzeitig aufgenommenen Medikamenten führen.

Quelle: Verbraucherzentrale Hessen

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