Frauen toppen Männer bei der Händehygiene

(kib) Wie sieht es mit der Händehygiene in öffentlichen Waschräumen aus? Studenten haben Männer und Frauen beobachtet und kommen zu interessanten Erkenntnissen.

12.03.2018

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© Foto: Nestor Bachmann / picture-alliance (Symbolbild mit Fotomodellen)
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Einen Monat lang schauten Studierende der Psychologie von der privaten SRH Hochschule Heidelberg insgesamt 1000 Besuchern öffentlicher Toiletten in und um Heidelberg auf die Finger. Ihren Beobachtungen zufolge waschen sich Frauen oft gründlicher die Hände als Männer – allerdings haben beide Geschlechter Nachholbedarf.

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Während etwa elf Prozent der beobachteten Männer ganz auf die Reinigung verzichteten, waren es bei den Frauen nur drei Prozent. Mit Wasser und Seife rückten immerhin 82 Prozent der Frauen den Keimen auf den Leib – bei den Männern waren es lediglich 51 Prozent.

Nur insgesamt rund acht Prozent reinigten ihre Hände allerdings so, wie es die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt: mindestens 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife, und nicht nur die Handflächen, sondern auch die Fingerzwischenräume. Gerade in Zeiten, in denen Erkältungs- und Noroviren verbreitet sind, eine Erkenntnis, die Aufmerksamkeit verdient.

US-Forscher fanden übrigens heraus, dass Schilder die Bereitschaft zum Händewaschen erhöhen könnten. Sie brachten für eine Untersuchung auf einer Herrentoilette vor einigen Jahren Schilder mit der Aufschrift an: "Vier von fünf Männern waschen sich ihre Hände." Daraufhin stieg die Zahl der Händewascher von 77 auf 86 Prozent.

Quelle: dpa

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