Fünf Tipps gegen Wintersteifigkeit
Tiefere Temperaturen machen Älteren, insbesondere Menschen mit Arthrose oder Rheuma, häufig zu schaffen. Die Muskeln sind steif und die Gelenke schmerzen. Das wirksamste Mittel dagegen: Bewegung.
„Schon kleine Routinen im Alltag machen einen großen Unterschied“, sagt Professor Christoph H. Lohmann. Der Präsident der Fachgesellschaft und Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Magdeburg hat noch weitere Tipps, die Sie Ihren Kundinnen und Kunden weitergeben können.
Fünf Tipps gegen Wintersteifigkeit
- Täglich bewegen: Spaziergänge, Gymnastik oder Training am Gerät
- Aufwärmen nicht vergessen: vor jeder Aktivität Muskeln und Gelenke langsam mobilisieren
- Richtig kleiden: mehrschichtige Kleidung, warme Schuhe und Handschuhe
- Wärme nutzen: Wärmflaschen, Pads oder Saunagänge können Beschwerden lindern.
- Frühzeitig handeln: bei anhaltenden oder plötzlichen Beschwerden ärztlichen Rat einholen
Warum nehmen Beschwerden im Herbst zu?
Sinkende Temperaturen führen dazu, dass Muskeln und Gelenken weniger gut durchblutet werden. Bänder und Sehnen werden daraufhin steifer und auch die Gelenkflüssigkeit verändert sich.
Feuchte Luft führt zur Schwellung der Gelenke und Luftdruckschwankungen können den Druck im Gelenkinneren beeinflussen und Schmerzen auslösen, berichten die Experten.
Manchmal reagieren die Blutgefäße in der Kälte unregelmäßig. Sie ziehen sich zu stark zusammen oder erweitern sich zu wenig, was zu Blutdruckschwankungen führt. „Besonders gefährdet sind Menschen mit Arthritis, Arthrose, Rheuma oder Erkrankungen der Muskulatur und Sehnen. Bei Kälte, Nässe und weniger Bewegung verschärfen sich ihre Probleme erheblich. Aber auch Patientinnen in den Wechseljahren sowie Menschen mit Über- oder Untergewicht leiden häufig stärker“, sagt Lohmann.
Bewegung schützt vor Stürzen
Regelmäßige Bewegung stärkt Muskeln, hält Gelenke geschmeidig und fördert die Durchblutung. Darüber hinaus wirkt sich ein auch im Herbst und Winter aktiver Lebensstil auch positiv aus auf Muskelkraft und Koordinationsvermögen. Damit lässt sich das Risiko für Stürze minimieren und auch dem Herz-Kreislauf-System tuen aktive Senioren etwas Gutes.
Quelle: IDW