Gambia: Tote nach Einnahme von Hustensaft

(cnie) Die Zahl der Todesfälle infolge der Einnahme von verunreinigten Husten- und Erkältungssäften im westafrikanischen Gambia ist laut dem Gesundheitsministerium des Landes auf 69 gestiegen. Das berichtet die Deutsche Presseagentur.

10.10.2022

Kind in Gambia
© Foto: Matthew Sayers / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)
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Die in Gambia vertriebenen Husten- und Erkältungssäfte stehen nach WHO-Angaben im Verdacht, akutes Nierenversagen auszulösen. Bereits am Samstag hatte Gambias Präsident Adama Barrow dem in Verdacht stehenden indischen Pharmahersteller Maiden Pharmaceuticals Limited die Lizenz zum Vertrieb entzogen.

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Bei den Toten handelt es sich um Kinder, die unter fünf Jahre alt waren. Die WHO untersucht nach eigenen Angaben den Vorfall in Zusammenarbeit mit der Herstellerfirma und den indischen Behörden. Es sei nicht auszuschließen, dass die fraglichen Medikamente auch in weiteren Ländern verwendet wurden.

Hersteller verweist auf Qualitätstests

Maiden Pharmaceuticals teilte am Samstag mit, man sei über die Situation in Gambia geschockt, und verwies auf Qualitätstests durch indische Gesundheitsbehörden Anfang Oktober. Die Laborergebnisse stünden bislang jedoch aus. Indien ist als Apotheke der Welt bekannt und stellt viele Medikamente kostengünstig besonders für ärmere Länder her.

Quelle: dpa

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