Gender-Pay-Gap noch nicht geschlossen

(kib) Zwar wird der Gender-Pay-Gap, also die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern, in Deutschland seit einigen Jahren langsam kleiner. Frauen verdienen im Schnitt aber nach wie vor deutlich weniger als Männer.

02.03.2026

Drei Holzwürfel. Linker zeigt pinkes Zeichen für Frauen, der rechte ein blaues Zeichen für Männern. In der Mitte gekippter Würfel mit Gleichheitszeichen und Ungleichheitszeichen.
© Foto: Monster Ztudio / stock.adobe.com
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Der Gender-Pay-Gap der Vollzeitbeschäftigten lag in Deutschland im Jahr 2024 im Mittel bei 17,2 Prozent. Vollzeitbeschäftigte Frauen verdienten also 17,2 Prozent weniger als vollzeitbeschäftigte Männer. In Westdeutschland war die Lohnlücke mit 18,9 Prozent weiterhin fast viermal so groß wie in Ostdeutschland mit 5,1 Prozent. Das zeigt die aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit.

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Regionale Unterschiede

Schaut man einzelne Regionen an, verdienten im Jahr 2024 vollzeitbeschäftigte Männer im Bodenseekreis 37 Prozent mehr als vollzeitbeschäftigte Frauen. In Dessau-Roßlau hingegen verdienten Männer sogar 1,6 Prozent weniger. Und: In 15 von 400 Kreisen ist der Gender-Pay-Gap zwischen 2019 und 2024 sogar gestiegen.

In Dessau-Roßlau verdienen Männer weniger

Diese gegensätzlichen Entwicklungen hängen mit unterschiedlichen Veränderungen in der regionalen Lohn-, Betriebsgrößen- und Berufsstruktur zusammen.

Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit

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