Gesucht! Die Giftpflanze 2026
Pflanzen mit einer giftigen Wirkung auf Menschen und Tiere werden in vielen Gärten und Wohnungen als Zierpflanzen kultiviert, ohne Kenntnis der besonderen Eigenschaften. Das wollen die Initiatoren aus Hamburg ändern. Sie wollen zu einer aktiven Auseinandersetzung mit diesen Pflanzen animieren.
Wer wird die Giftpflanze 2026?
Zur Wahl stehen in diesem Jahr die folgenden Pflanzen. Sie werden zudem im Gewächshaus des Sondergartens (Walddörferstraße 273, 22047 Hamburg-Wandsbek) ausgestellt.
Kategorie Ein- und zweijährige Pflanzen
Gefleckter Schierling (Conicum maculatum)
- Pflanzenfamilie: Doldenblütler (Apiaceae)
- giftige Pflanzenteile: alle
- Heimat: Europa, West- und Zentralasien, Westsibirien, der Kaukasusraum, Indien, Pakistan, Marokko, Algerien, Tunesien und Äthiopien
- Verwendung: Wildpflanze
Kategorie Gehölze
Echter Seidelbast (Daphne mezereum)
- weitere deutsche Namen: Kellerhals
- Pflanzenfamilie: Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae)
- giftige Pflanzenteile: ganze Pflanze, besonders Früchte und Rinde
- Verwendung: Zierpflanze, im 16. Jahrhundert als Heilpflanze
- Heimat: eurasisches Verbreitungsgebiet
Kategorie Giftige Nahrungspflanzen
Bohne (Phaseolus sp.)
- weitere deutsche Namen: Gartenbohne, Feuerbohne
- Pflanzenfamilie: Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae)
- giftige Pflanzenteile: alle
- Heimat: vermutlich Südamerika
- Verwendung: Nahrungspflanze
Kategorie Stauden
Christrose (Helleborus niger)
- weitere deutsche Namen: Schneerose, Schwarze Nieswurz
- Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
- giftige Pflanzenteile: alle
- Heimat: Alpen
- Verwendung: Zierpflanze im Garten, Schnittblume
Kategorie Zimmer- und Kübelpflanzen
Engelstrompete (Brugmansia suaveolens)
- Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
- giftige Pflanzenteile: alle
- Heimat: Bolivien, Peru, Brasilien
- Verwendung: Kübelpflanze
Bis 15. Dezember abstimmen
Wer sich an der Wahl beteiligen möchte, hat dafür bis zum 15. Dezember Zeit. Am Tag darauf wird das Ergebnis veröffentlicht. Darüber hinaus können schon jetzt Kandidaten für die Wahl der Giftpflanze des Jahres 2027 vorschlagen werden.
Quelle: Bezirksamt Wandsbek