Glück im Alter

(kib) Gehen Menschen über 50 eine neue Partnerschaft ein und besiegeln diesen Weg durch das Zusammenziehen, steigt ihre Lebenszufriedenheit deutlich an. Das zeigt eine Studie der Universität Wien.

31.03.2026

Älteres Paar auf eine Bank sitzend.
© Foto: Andrey Bandurenko / stock.adobe.com
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Die Studie rückt zudem eine gängige Annahme gerade: Bei Paaren, die bereits zusammenleben, ist eine spätere Hochzeit im Durchschnitt nicht mit einem weiteren Anstieg des Wohlbefindens verbunden.

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Das Team der Universität Wien wertete für seine Studie Langzeitdaten von 2.840 Teilnehmenden der US-amerikanischen "Health and Retirement Study" im Alter zwischen 50 und 95 Jahren aus. Die Forschenden verglichen, wie sich depressive Symptome und die Lebenszufriedenheit verändern, wenn Menschen mit einem neuen Partner oder einer neuen Partnerin zusammenziehen oder heiraten.

Zusammenleben zählt mehr als der Trauschein.

Die zentralen Ergebnisse zeigen, dass das Zusammenziehen entscheidender ist als der rechtliche Status. So ging der Übergang in einen gemeinsamen Haushalt mit einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner mit einem deutlichen Anstieg der Lebenszufriedenheit einher. Dieser positive Zusammenhang zeigte sich unabhängig davon, ob das Paar gleichzeitig heiratete oder nicht.

Überraschend für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: Paare, die bereits zusammenwohnten und sich erst später für die Ehe entschieden, erlebten durch das Ja-Wort keinen weiteren Schub für ihr Wohlbefinden.

Resilienz bei Trennungen

Auch bei Trennungen zeigte sich ein unerwartetes Bild: Entgegen der gängigen Erwartung führten Beziehungsbrüche in dieser Altersgruppe nicht zu einem messbaren Absinken des Wohlbefindens, heißt es in der Meldung.

Das deute darauf hin, dass ältere Erwachsene über eine bemerkenswerte emotionale Widerstandsfähigkeit verfügen oder andere soziale Ressourcen nutzen, um solche Übergänge abzufedern, vermuten die Forschenden.

Sie weisen aber auch darauf hin, dass es sich bei ihren Ergebnissen um statistische Durchschnittswerte handelt. Je nach Persönlichkeit könne die individuelle Erfahrung im Einzelfall natürlich variieren.

Quelle: Universität Wien

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