Grippeimpfung schützt vor Herzinfarkt

(kib) Lassen sich Herzpatientinnen und -patienten gegen Grippe impfen, schützt sie das auch vor kardiovaskulären Komplikationen. Das berichten Fachleute vom Deutschen Herzzentrum der Charité.

04.12.2025

Seniorin, die von medizinischem Fachpersonal in Schutzhandschuhen geimpft wird
© Foto: FreshSplash / iStock
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„Eine Grippeimpfung gehört zur Herzinfarkt-Vorsorge“, sagt Kardiologe Professor Ulf Landmesser, stellvertretender Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums der Charité in einer Pressemitteilung. Das sei inzwischen gut belegt, werde jedoch immer noch unterschätzt.

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Warum Influenzaviren das Herz belasten können

Bei einer Influenza-Infektion reagiert der Körper mit einer starken Immunantwort. Dabei kommt es zu Entzündungsprozessen, nicht nur in den Atemwegen, sondern auch am Herzen und in den Blutgefäßen.

Diese Belastung kann dazu führen, dass sich Ablagerungen in den Gefäßen lösen oder sich Blutgerinnsel bilden – typische Auslöser für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Die Influenza-Impfung verringert die Wahrscheinlichkeit, dass es zu diesen Reaktionen kommt, heißt es in der Mitteilung.

Gemeinsame europäische Empfehlung

Die Ergebnisse klinischer Studien und weiterer Untersuchungen zeigen übereinstimmend, dass Impfungen messbar vor kardiovaskulären Komplikationen schützen können, erläutert die Kardiologin Bettina Heidecker. Vor diesem Hintergrund gibt es nun eine gemeinsame Erklärung verschiedener Fachverbände.

In diesem Konsensuspapier wird die Influenza-Impfung als vierte Säule der Herzinfarktprävention – neben der Blutdrucksenkung, der Behandlung erhöhter Blutfette und der optimalen Einstellung des Blutzuckers – beschrieben.

Quelle: IDW

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