Hau ab Mücke! FAQ zu Repellenzien

Neben Sonnenbrand gehören Insektenstiche zu den lästigsten Begleiterscheinungen des Sommers. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beantwortet auf seiner Website häufige Fragen zu Repellenzien. Hier finden Sie einen Überblick.

von Christoph Niekamp
06.08.2026

Erwachsener sprüht Insektenspray auf den Arm eines Mädchens.
© Foto: hedgehog94 / stock.adobe.com
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  • Repellenzien schützen vor Mücken, Zecken und Fliegen, indem sie deren Geruchssinn stören. Die Insekten nehmen den Menschen dadurch schlechter wahr und stechen seltener zu.
  • Die wichtigsten Wirkstoffe sind DEET, Icaridin und IR3535, die sich vor allem bei Wirkdauer und Verträglichkeit unterscheiden.
  • Bei Kindern und empfindlicher Haut sind Altersangaben, richtige Anwendung und zusätzlicher Schutz durch Netze oder Gitter besonders wichtig.

Was sind Repellenzien?

Sie dienen der Abwehr von Insekten und sollen vor Bissen oder Stichen schützen. Um die Schädlinge abzuwenden, blockieren oder stören Repellenzien die Geruchsrezeptoren der Tiere, sodass diese dem menschlichen Geruch (z. B. im Schweiß) nicht mehr folgen können. Erhältlich sind Repellenzien häufig als Sprays, Lotionen, Öle, Gele oder Stifte.

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Welche Wirkstoffe werden in Repellenzien oft verwendet?

Zu den bekanntesten synthetische Wirkstoffen in Insektenschutzmitteln gehören Diethyltoluamid (DEET), Icaridin und Ethylbutylacetylaminopropionat (IR3535, EBAAP).

DEET

DEET wirkt besser gegen Mücken als gegen Zecken. Die Wirkdauer ist abhängig von der Konzentration und kann bis zu acht Stunden anhalten. Repellenzien, die DEET enthalten, werden z. B. von verschiedenen Tropeninstituten und dem Auswärtigen Amt für Reisen in tropische Gebiete empfohlen, in denen Krankheiten wie Denguefieber, Malaria oder Gelbfieber vorkommen.

DEET-haltige Produkte können in höherer Konzentration die Schleimhaut reizen. Bei unsachgemäßer Verwendung kann der Wirkstoff giftig auf das Nervensystem (neurotoxisch) wirken und sollte deshalb nicht großflächig oder dauerhaft angewandt werden.

Icaridin

Icaridin wirkt ähnlich wie DEET, gilt aber als besser verträglich. Dennoch kann es zu Augen- und Hautreizungen bei der Verwendung kommen. Icaridin-haltige Repellenzien sind für Kinder ab zwei Jahren geeignet. Icaridin ist wirksam gegen in Deutschland vorkommende Stechmücken und Zecken, wirkt aber in der Regel kürzer als DEET.

IR3535

IR3535 ist der Handelsname für Ethylbutylacetylaminopropionat. Im Gegensatz zu DEET und Icaridin ist IR3535 hautverträglicher und reizt die Schleimhäute in der Regel kaum. Allerdings hat er eine kürzere Wirksamkeit als die beiden anderen Stoffe.

Gibt es auch natürliche Wirkstoffe in Repellenzien?

Neben synthetischen gibt es auch Wirkstoffe, welche aus Pflanzen gewonnen werden und die als Repellenzien Anwendung finden. Das sind hauptsächlich ätherische Öle, vor allem Bergamott-, Citronell-, Eukalyptus-, Lavendel-, Neem-, Nelken-, Teebaum- oder Zedernholzöl.

Meist wirken solche Wirkstoffe jedoch schwächer und nicht so lange wie synthetische Wirkstoffe, da sie schneller auf der Haut verdampfen und somit regelmäßig neu aufgetragen werden müssen. Darüber hinaus gibt es Berichte, dass sie unter Sonnenbestrahlung Haut- und Schleimhautreizungen auslösen. 

Welches gesundheitliche Risiko besteht?

Repellenzien sind bei sachgemäßer Anwendung in der Regel gut verträglich. Bei unsachgemäßem Gebrauch (zu hohe Konzentration, zu häufiges Auftragen, Anwendung über längeren Zeitraum oder bei Kindern unter zwei Jahren) kann es zu Haut- und Schleimhautreizungen (Rötungen, Hautirritation oder Blasenbildung), Augenreizung bei Kontakt mit den Augen, Atemwegsbeschwerden oder bei DEET-haltigen Produkten in seltenen Fällen zu neurologischen Auswirkungen wie Schwindel oder Kopfschmerzen kommen.

Worauf ist bei Kindern und Repellenzien zu achten?

DEET-haltige Repellenzien dürfen bei Kindern unter zwei Jahren nicht verwendet werden. Eine geeignetere Alternative für Kinder ab einem Jahr sind Insektenschutzmittel mit IR3535.

Außerdem sollten Eltern das Auftragen der Produkte bei Kindern unter zwölf Jahren übernehmen, damit eine adäquate Menge, der Gebrauchsanweisung entsprechend, aufgetragen wird und Kinderhände nicht mit dem Produkt in Kontakt kommen.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte bei Kindern unter zwei Jahren auf Insektenschutzmittel verzichten und stattdessen dafür sorgen, dass Insekten durch Insektenschutzgitter an Fenstern und Türen gar nicht erst in die Wohnung kommen können. Unterwegs können Insektenschutznetze für Kinderwagen ebenfalls helfen.

Quelle: BfR

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