Hilfreich bei Morbus Crohn

(kib) Wer unter einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung wie Morbus Crohn leidet, sollte auf stark verarbeitete Lebensmittel verzichten, insbesondere auf Emulgatoren. Das empfahl eine Expertin beim Internisten-Update 2025.

19.01.2026

Junge Frau bereitet in der Küche eine gesunde Mahlzeit vor, Pfanne steht auf dem Herd.
© Foto: alfa27 / stock.adobe.com
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Fertigprodukte enthalten oft Emulgatoren wie Lecithin, Polysorbat oder Carrageen. Diese wirken jedoch entzündungsfördernd, heißt es in einem Bericht der Ärzte Zeitung zum Internisten-Update 2025. Der grundlegende Appell an Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen laute daher: „Kocht mit frischen Lebensmitteln!“

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Die Gastroenterologin Dr. Angelika Behrens von der Evangelische Elisabeth Klinik in Berlin stellte bei der Veranstaltung zwei aktuelle Studien vor. Diese lieferten Hinweise darauf, dass Patienten und Patientinnen mit Morbus Crohn durch eine vernünftige Nahrungsauswahl ihre Genesung unterstützen können.

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Wurst, Fertiggerichte, Brotaufstriche oder Limonaden sind Beispiele für (ultra)hochverarbeitete Lebensmittel, die in der Regel viel Zucker, Salz und Fett enthalten. Warum Sie diese Lebensmittel nur selten essen sollten, erklärt Ernährungsexpertin Kirsten Bechtold.

Verzicht auf Emulgatoren

Weil Fette sich nicht in Wasser lösen, werden Lebensmitteln Emulgatoren zugesetzt. So werden ölige und wässrige Lebensmittelbestandteile in eine stabile Mischung gebracht. Bei der industriellen Herstellung werden so Optik, Geschmack und Konsistenz optimiert.

Doch Emulgatoren stören wohl auch das Gleichgewicht im Darmmikrobiom und begünstigen darüber Darmentzündungen, legen Studienergebnisse nahe. Auf Emulgator-haltige Lebensmittel zu verzichten, könne daher eine zusätzliche Therapieoption bei der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung sein, erklärte Behrens.

Sie verwies zudem auf eine Studie, bei der ein häufiger Genuss ultrahochverarbeiteter Lebensmittel wie Kekse, Gebäck und vegane Aufstriche mit einem hohen Rückfallrisiko verbunden waren.

Hilfreiche Apps

Für die, die das Kleingedruckte nicht mühsam auf der Verpackung lesen wollen und zusätzliche Informationen wünschen, hatte Behrens noch einen praktischen Tipp: Es gibt Apps, auch speziell für ultrahochverarbeitete Lebensmittel, mit denen Verbraucherinnen und Verbraucher die abgedruckten Barcodes scannen und sich die Zutaten anzeigen und aufschlüsseln lassen können.

Quelle: Ärzte Zeitung

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