Insulin efsitora alfa: Neues Wocheninsulin zugelassen

Die EU-Kommission hat im August 2026 mit Onswik (Insulin efsitora alfa) ein weiteres Wocheninsulin zugelassen. Das Ultralangzeit-Insulin von Eli Lilly richtet sich an Menschen mit Typ-2-Diabetes. Es reduziert die Injektionshäufigkeit deutlich und ergänzt das bisherige Therapieangebot.

von Kirsten Bechtold
03.09.2026

Glukosemessgerät, Dose mit Blutzuckerteststreifen, ein Insulinpen auf einem Papierausdruck.
© Foto: abidika / stock.adobe.com
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  • Onswik (Insulin efsitora alfa) ist das zweite zugelassene Wocheninsulin und ausschließlich für Typ-2-Diabetes indiziert.
  • Die Injektion erfolgt einmal wöchentlich, wobei bei Rhythmusänderungen mindestens vier Tage Abstand einzuhalten sind.
  • Blutzuckerkontrollen bleiben wegen möglicher Unterzuckerungen essenziell.
  • Im zweiten und dritten Trimester einer Schwangerschaft ist das Wocheninsulin kontraindiziert.

Mit dem Arzneimittel erhält der Markt für Antidiabetika Zuwachs. Nach der Einführung von Insulin icodec (Awiqli, Novo Nordisk) im Jahr 2024 ist es das zweite Wocheninsulin. Die Zulassung erfolgte für die beiden Wirkstärken 500 Einheiten/ml und 1.000 Einheiten/ml im Fertigpen.

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Während Awiqli sowohl für Typ-1- als auch für Typ-2-Diabetes zugelassen ist, beschränkt sich die Indikation von Insulin efsitora alfa ausschließlich auf erwachsene Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes. Ein exaktes Datum für den deutschen Marktstart steht aktuell noch aus.

PTA-Beratungswissen: Anwendung und Sicherheit

Aufgrund seiner besonderen Kinetik und einer langen Halbwertszeit muss das neue Basalinsulin nur einmal wöchentlich subkutan appliziert werden. Für die Beratung am HV-Tisch sind folgende Punkte wichtig:

  • Einnahmerhythmus: Die Injektion sollte stets am gleichen Wochentag erfolgen. Soll dieser Tag gewechselt werden, müssen zwingend mindestens vier Tage (96 Std.) zwischen zwei Injektionen liegen.
  • Kombinationstherapie: Onswik lässt sich mit anderen oralen und injizierbaren Antidiabetika sowie Bolus-Insulinen kombinieren.
  • Nebenwirkungen: Die häufigste unerwünschte Wirkung ist die Hypoglykämie (Unterzuckerung), weshalb regelmäßige Blutzuckerkontrollen unerlässlich bleiben.
  • Injektionsstelle: Wie bei anderen Insulinen muss die Einstichstelle regelmäßig gewechselt werden, um Gewebeveränderungen (Lipodystrophien) vorzubeugen.
  • Schwangerschaft: Das Medikament ist plazentagängig und kann beim Fötus eine Hypoglykämie auslösen; im zweiten und dritten Trimester ist es daher kontraindiziert. Frauen mit Kinderwunsch sollten die Therapie aufgrund der langen Wirkdauer idealerweise zwölf Wochen vor einer geplanten Empfängnis beenden.

Quelle: DAZ, EU-Kommission, PZ

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