Jugendliche trinken weniger Alkohol
- Späterer Einstieg: Das durchschnittliche Alter beim ersten Glas Alkohol stieg von 14,1 Jahren im Jahr 2004 auf 15,1 Jahre im Jahr 2025.
- Historischer Tiefstand: Nur noch 6,8 Prozent der Jugendlichen trinken regelmäßig wöchentlich Alkohol.
- Risiko Rauschtrinken: Während junge Frauen seltener exzessiv trinken, verharrt die Quote bei jungen Männern mit 45,8 Prozent auf hohem Niveau.
Trend zu Abstinenz und späterem Erstkonsum
Im Vergleich zur Erhebung im Jahr 2023 konsumieren weniger junge Frauen Alkohol; auch beim Rauschtrinken verzeichneten sie einen signifikanten Rückgang. Bei männlichen Jugendlichen und jungen Männern stagniert das Rauschtrinken hingegen auf hohem Niveau, wie das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit berichtet.
Erfreulich ist die Entwicklung beim Einstiegsalter: Junge Menschen greifen heute deutlich später zum ersten Glas als noch vor 20 Jahren. Das Durchschnittsalter stieg von 14,1 Jahren (2004) auf 15,1 Jahre (2025).
Ausgewählte Daten der Studie
- Lebenszeitprävalenz: 2025 hatten 60,7 Prozent der männlichen und 57,0 Prozent der weiblichen 12- bis 17-Jährigen mindestens einmal im Leben Alkohol getrunken. Das ist rund ein Drittel weniger als 2001 (Jungen: 88,3 %, Mädchen: 85,5 %).
- 30-Tage-Prävalenz bei 12- bis 17-Jährigen: Der Anteil der Jugendlichen, die in den vergangenen 30 Tagen Alkohol tranken, sank von 58,4 Prozent (2004) auf 32,9 Prozent (2025).
- 30-Tage-Prävalenz bei 18- bis 25-Jährigen: Bei jungen Erwachsenen ging der Konsum innerhalb der letzten 30 Tage von 84,4 Prozent (2004) auf 69,3 Prozent (2025) zurück.
Auch der regelmäßige Alkoholkonsum geht kontinuierlich zurück: Der Anteil der 12- bis 17-Jährigen, die im letzten Jahr wöchentlich Alkohol tranken, erreichte mit 6,8 Prozent einen historischen Tiefststand (junge Erwachsene: 25,0 %).
Rauschtrinken bleibt Herausforderung
Als Rauschtrinken (Binge Drinking) gilt der Konsum von fünf oder mehr Standardgläsern (ca. 50 bis 60 Gramm reiner Alkohol) bei einer Trinkgelegenheit, um gezielt einen Rauschzustand herbeizuführen.
Für Heranwachsende ist dieses Konsummuster besonders gefährlich: Das menschliche Gehirn reift bis mindestens Anfang 20 aus. Hohe Dosen Alkohol können diese neurobiologischen Prozesse nachhaltig schädigen und erhöhen das Risiko für Unfälle, Traumata und Intoxikationen.
Die aktuellen Studienergebnisse zum Rauschtrinken
- Jugendliche (12 – 17 Jahre): Knapp 15 Prozent betrieben in den 30 Tagen vor der Befragung Rauschtrinken (männlich: 14,8 %, weiblich: 14,7 %). Die Werte bewegen sich damit wieder auf dem Niveau vor der Corona-Pandemie.
- Junge Erwachsene (18 – 25 Jahre): Bei jungen Männern blieb der Anteil mit 45,8 Prozent im zeitlichen Verlauf nahezu unverändert hoch. Bei jungen Frauen hingegen sank die Quote zwischen 2023 und 2025 signifikant auf 26,1 Prozent (zuvor meist über 30 %).
Quelle: BIÖG