KV Hessen fragt: „Wer braucht noch Apotheken?“
In einer Pressemitteilung am Dienstag, 9. Juni, schreibt die KV Hessen: „Und anstatt Apotheken zu Arztpraxen light zu machen, wie es der Interessenvertretung der Apotheker (Abda) und der Politik vorschwebt, sollten wir uns fragen, warum wir so viel Geld dafür ausgeben, dass in pharmazeutischen Verkaufsstellen (= Apotheken) 95 Prozent Fertigarzneimittel abgegeben werden.
Dispensierrecht für Ärztinnen und Ärzte
Nach Ansicht der Ärzteorganisation finanzierten sich Apotheken größtenteils durch den Verkauf von Kosmetika und Gummibärchen. Hier sieht die KV Hessen ein Milliardensparpotenzial und schlägt vor, in Drogeriemärkten Abgabestellen für Medikamente einzurichten. Die Schulung des Personals könnte die KV übernehmen. Zusätzlich sollten Ärztinnen und Ärzte Medikamente abgeben dürfen.
„Für die Versorgung der restlichen Bevölkerung sollte pro 250.000 Einwohner eine Regionalapotheke mit einem 24/7-Fahrdienst ausreichen, die man idealerweise in der Nähe eine zukünftigen Integrierten Notfallzentrums (INZ) einrichten könnte“, schreibt die KV Hessen weiter.
Quelle: KV Hessen