Lieferengpass: Adalimumab-Fertigpens aus Skandinavien
- Wegen Lieferengpässen bei Hukyndra (Adalimumab) gibt es bis Januar 2027 eine PEI-Sonderfreigabe für skandinavische Ware.
- Das importierte Arthritis-Präparat ist identisch und erstattungsfähig.
- Zur Abgabe gehört die deutsche Packungsbeilage, die auf der PEI-Website heruntergeladen werden kann.
Seit Ende August 2026 kommt es immer wieder zu Lieferschwierigkeiten bei Hukyndra 40 mg Lösung zur Injektion im Fertigpen. Das Präparat enthält Adalimumab und ist unter anderem indiziert zur Behandlung von Rheumatoider Arthritis und Psoriasis-Arthritis.
Um die Versorgung trotzdem zu gewährleisten, hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) Zulassungsinhaber Stada erlaubt, das Arzneimittel in Deutschland begrenzt bis zum 20. Januar 2027 mit Kennzeichnungen auf Finnisch, Schwedisch, Norwegisch und Dänisch in den Verkehr zu bringen. Das aus Skandinavien stammende Präparat ist mit dem in deutscher Sprache gekennzeichneten Referenzprodukt (PZN 17554607) identisch und kann zu Lasten gesetzlicher und privater Kassen verordnet werden.
© Foto: Stada
Hinweise für die Abgabe
Die deutschsprachige Gebrauchsinformation und die Fachinformation stehen auf der Homepage des PEI zum Download bereit. Die deutsche Packungsbeilage ist per Gummiband außen an der Verpackung zu befestigen. Für die Abrechnung muss die Sonder-PZN 21117976 hinterlegt werden.
Laut PEI sind folgende Chargennummern verfügbar:
- IL260085 (05/2029)
- IL260054 (04/2029)
Biologika: Austausch ist zu prüfen
Für den Austausch von Biologika gelten seit April 2026 dieselben Regeln wie für verschreibungspflichtige (Rx) Arzneimittel. Die Apotheke kann von einem Austausch absehen, wenn etwa bekannte Unverträglichkeiten, Allergien oder frühere Nebenwirkungen dies erfordern.
Quelle: Paul-Ehrlich-Institut / Abda / DAZ