Mit Chili-Wirkstoff gegen schwere Nervenschmerzen

(kib) Capsaicin, der Wirkstoff aus Chilischoten, wird seit kurzem ergänzend zur etablierten Therapie in der Schmerzambulanz und der Tagesklinik des Universitätsklinikums Leipzig eingesetzt. Zum Beispiel bei bleibenden Nervenschmerzen nach einer Gürtelrose.

04.02.2026

Verschiedene Chilischoten in rot, gelb und grün.
© Foto: mofupic / stock.adobe.com
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„Für uns in der Schmerztherapie bietet der hochkonzentrierte Wirkstoff eine neue Option, um bei besonders belastenden und schwer zu lindernden Nervenschmerzen eingreifen zu können“, erklärt Dr. Stephan Scheike vom Universitätsklinikum Leipzig.

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Angriff an Nervenendigungen

Capsaicin sorgt aufgrund seiner speziellen Eigenschaften dafür, dass die Nervenendigungen weniger empfindlich gegenüber Schmerzreizen werden. Somit könne das Schmerzempfinden verringert werden, erklärt der Schmerzmediziner in einer Pressemitteilung.

Das Medikament werde gezielt an den betroffenen Stellen von außen in Form eines Pflasters aufgebracht. Die Capsaicin-Konzentration sei sehr hoch, weshalb die Pflaster nur unter Aufsicht und kurzzeitig aufgebracht werden könnten.

In Pilotversuchen am Universitätsklinikum Leipzig hat sich das Verfahren bewährt, weshalb es jetzt in das Angebot der Schmerztherapie und damit in der Schmerzambulanz und Tagesklinik integriert wird. „Wir versprechen uns davon eine neue Option vor allem für Patientinnen und Patienten, die zum Beispiel nach einer Gürtelrose mit bleibenden Nervenschmerzen kämpfen“, so der Anästhesist.

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