Mitgefühl macht glücklich
Die Ergebnisse der Metaanalyse basieren auf der Auswertung von über 40 Studien. Sie zeigen, dass Menschen, die anderen mit Mitgefühl begegnen, sich selbst oft wohler fühlen als Menschen, die dies nicht tun.
So berichten die Menschen, die sich in andere einfühlen, sie unterstützen oder ihnen helfen möchten, insgesamt von einer höheren Lebenszufriedenheit, erleben mehr Freude und sehen mehr Sinn im Leben. Auch das psychologische Wohlbefinden war im Durchschnitt höher.
Der Zusammenhang zwischen Mitgefühl und der Verringerung negativer Gefühle wie Stress oder Traurigkeit war zwar schwächer ausgeprägt. Doch auch hier zeigten sich leichte positive Tendenzen.
Besonders interessant: Der Zusammenhang zwischen Mitgefühl und eigenem Wohlbefinden trat unabhängig vom Alter, Geschlecht oder der Religion der untersuchten Personen auf. Das deutet darauf hin, dass es sich um einen grundsätzlichen Zusammenhang handelt, der in verschiedenen Bevölkerungsgruppen ähnlich wirkt.
Die Forscherinnen weisen jedoch auch darauf hin, dass es noch an gut kontrollierten Langzeitstudien fehlt, um die genauen Wirkmechanismen zu verstehen.
Mitgefühlstraining wirkt
In einer kleineren Gruppe von Studien untersuchte das Team außerdem, wie sich gezielte Mitgefühlstrainings wie zum Beispiel bestimmte Meditationsformen auf das Wohlbefinden auswirken. Auch hier zeigte sich eine Verbesserung.
Das deutet laut den Forscherinnen darauf hindeutet, dass Mitgefühl das eigene Wohlbefinden aktiv fördern kann und nicht nur eine Begleiterscheinung desselben ist.
Quelle: IDW