Mosambik: Cholera auf dem Vormarsch
Wochenlange extreme Regenfälle haben ganze Landstriche in Mosambik überflutet und mehr als 700.000 Menschen in eine dramatische Notlage gebracht. Sauberes Trinkwasser ist knapp. Das Risiko für Cholera und andere Infektionskrankheiten steigt täglich, berichtet Apotheker ohne Grenzen e. V.
In Abstimmung mit Mosambiks Regierung und der Weltgesundheitsorganisation WHO haben die Hilfsorganisation und der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. nun einen Nothilfe-Einsatz gestartet.
Wie es in der Mitteilung heißt, ist ein erstes Schnelleinsatzteam am 6. Februar vom Flughafen Frankfurt in die Provinz Tete im Westen Mosambiks aufgebrochen, um die lokalen Gesundheitsstrukturen zu entlasten. Ein zweites folgte am 20. Februar.
Teil der beiden Einsatzteams sind ehrenamtliche Einsatzkräfte von Apotheker ohne Grenzen, die dabei insbesondere ihre pharmazeutische Fachkompetenz in den Bereichen Arzneimittelversorgung, Bedarfsermittlung, sachgerechte Lagerung von Medikamenten und Schulung von Gesundheitspersonal einbringen.
Ziel ist Eindämmung der Cholera
Ziel des Einsatzes ist die Eindämmung des Cholera-Geschehens. Dazu werden zwei Stationen zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit akutem Flüssigkeitsverlust (Oral Rehydration Point) aufgebaut. Zur Prävention wird Schutzmaterial bereitgestellt und werden Schulungen für lokales Gesundheitspersonal durchgeführt. Darüber hinaus wird der Bedarf an dringend benötigten Medikamenten erfasst und, wo notwendig und möglich, Arzneimittel bereitgestellt.
Als weitere Sofortmaßnahmen plant der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. in enger Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Partner, der nationalen NGO WatSan Mozambique, die Aufbereitung von sauberem Trinkwasser durch den Einsatz des mobilen Wasserfiltersystems Skyhydrant. Gemeinsam mit der NGO ASADEC, einer weiteren Partnerorganisation des Arbeiter-Samariter-Bundes in Mosambik, werden zudem Hilfsgüter wie Moskitonetze, aber auch Lebensmittel an die betroffene Bevölkerung verteilt.
Weitere Informationen zur Nothilfe in Mosambik und zu Möglichkeiten für Spenden sowie aktuelle Updates finden Sie auf der Webseite von Apotheker ohne Grenzen.
Quelle: Apotheker ohne Grenzen Deutschland e. V.