Mosambik: Cholera auf dem Vormarsch

(kib) Mosambik erlebt seit Ende Dezember 2025 eine der schwersten Überschwemmungskatastrophen der vergangenen Jahrzehnte. Nun haben der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. und Apotheker ohne Grenzen e. V. einen gemeinsamen Nothilfe-Einsatz gestartet.

23.02.2026

Das Einsatzteam von ASB und AoG macht sich im Gespräch mit dem Gesundheitspersonal vor Ort ein Bild der Lage in Tete/Mosambik.
© Foto: ASB-Bundesverband
Anzeige

Wochenlange extreme Regenfälle haben ganze Landstriche in Mosambik überflutet und mehr als 700.000 Menschen in eine dramatische Notlage gebracht. Sauberes Trinkwasser ist knapp. Das Risiko für Cholera und andere Infektionskrankheiten steigt täglich, berichtet Apotheker ohne Grenzen e. V.

Aktueller Podcast

In Abstimmung mit Mosambiks Regierung und der Weltgesundheitsorganisation WHO haben die Hilfsorganisation und der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. nun einen Nothilfe-Einsatz gestartet.

Wie es in der Mitteilung heißt, ist ein erstes Schnelleinsatzteam am 6. Februar vom Flughafen Frankfurt in die Provinz Tete im Westen Mosambiks aufgebrochen, um die lokalen Gesundheitsstrukturen zu entlasten. Ein zweites folgte am 20. Februar.

Teil der beiden Einsatzteams sind ehrenamtliche Einsatzkräfte von Apotheker ohne Grenzen, die dabei insbesondere ihre pharmazeutische Fachkompetenz in den Bereichen Arzneimittelversorgung, Bedarfsermittlung, sachgerechte Lagerung von Medikamenten und Schulung von Gesundheitspersonal einbringen.

Ziel ist Eindämmung der Cholera

Ziel des Einsatzes ist die Eindämmung des Cholera-Geschehens. Dazu werden zwei Stationen zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit akutem Flüssigkeitsverlust (Oral Rehydration Point) aufgebaut. Zur Prävention wird Schutzmaterial bereitgestellt und werden Schulungen für lokales Gesundheitspersonal durchgeführt. Darüber hinaus wird der Bedarf an dringend benötigten Medikamenten erfasst und, wo notwendig und möglich, Arzneimittel bereitgestellt.

Als weitere Sofortmaßnahmen plant der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. in enger Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Partner, der nationalen NGO WatSan Mozambique, die Aufbereitung von sauberem Trinkwasser durch den Einsatz des mobilen Wasserfiltersystems Skyhydrant. Gemeinsam mit der NGO ASADEC, einer weiteren Partnerorganisation des Arbeiter-Samariter-Bundes in Mosambik, werden zudem Hilfsgüter wie Moskitonetze, aber auch Lebensmittel an die betroffene Bevölkerung verteilt.

Weitere Informationen zur Nothilfe in Mosambik und zu Möglichkeiten für Spenden sowie aktuelle Updates finden Sie auf der Webseite von Apotheker ohne Grenzen.

Quelle: Apotheker ohne Grenzen Deutschland e. V.

Kommentar schreiben

Die Meinung und Diskussion unserer Nutzer ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie im Sinne einer angenehmen Kommunikation auf unsere Netiquette. Vielen Dank!

Pflichtfeld *