Nach Ozempic nun auch Saxenda von Fälschungen betroffen

(kib) Neben Fälschungen von Ozempic (Semaglutid) sind mittlerweile auch gefälschte Saxenda-Produkte (Liraglutid) im Umlauf. Wie Hersteller Novo Nordisk in Österreich bekannt gab, handelt es sich bei den Fälschungen um Insulin-Pens mit gefälschten Etiketten.

01.11.2023

Semaglutid-Pen
© Foto: Fernanda / Stock.adobe.com
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Novo Nordisk wurde in mehreren Ländern auf gefälschte Ozempic- und Saxenda-Pens aufmerksam gemacht. Die meisten dieser Medikamentenfälschungen wurden über illegale Verkaufswege verbreitet, heißt es in einer Patienteninformation, die der Hersteller in Österreich veröffentlichte. In wenigen Fällen seien die Fälschungen über legale Wege an die Patientinnen und Patienten gekommen – auch in Europa.

Insulin mit gefälschtem Etikett

Der Inhalt der gefälschten Pens unterscheidet sich grundsätzlich dem der Originalprodukte. Untersuchungen zeigen, dass es sich um Insulin-Pens handelt. Diese wurden mit gefälschten Ozempic- und Saxenda-Etiketten versehen.

Werden diese Insulinprodukte statt Ozempic und Saxenda verwendet, kann das schwerwiegende Folgen für die Gesundheit der Patientinnen und Patienten haben, warnt der Hersteller. Sie sollten daher wegen des möglicherweise enthaltenen Insulins über die Symptome einer Unter- oder Überzuckerung aufgeklärt werden. Bei Anzeichen einer Unterzuckerung sollte sofort ärztliche Hilfe gesucht werden. Das gilt auch für den Fall einer Hyperglykämie.

Gesundheitliche Folgen

Sollten Patientinnen und Patienten Fälschungen angewendet haben, kann dies einen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben:

  • Der Blutzuckerspiegel könnte zu niedrig werden (Hypoglykämie).

Frühe Anzeichen können sein: Hungergefühl, große Müdigkeit, Zittrigkeit, Beunruhigung oder Reizbarkeit, schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, blasse Haut, Schwitzen, Schwierigkeiten beim Denken und Konzentrieren.

Anzeichen während der Nacht können auch sein: feuchte Laken oder Bettwäsche durch Schweiß, Albträume, Müdigkeit, Reizbarkeit oder Verwirrtheit beim Aufwachen.

Anzeichen für eine schwere Unterzuckerung können sein: Verwirrtheit, seltsame Verhaltensweisen wie undeutliches Sprechen oder Ungeschicklichkeit, Sehstörungen, Krampfanfälle oder Ohnmacht.

  • Der Blutzuckerspiegel könnte zu hoch werden (Hyperglykämie).

Die Anzeichen eines hohen Blutzuckerspiegels können allmählich auftreten.

Anzeichen können sein: häufigeres Wasserlassen, größerer Durst, verschwommenes Sehen, große Müdigkeit, Kopfschmerzen.

Saxenda

Saxenda (Liraglutid) wird als Ergänzung zu einer kalorienreduzierten Ernährung und verstärkter körperlicher Aktivität zur Gewichtsregulierung bei erwachsenen Patienten angewendet mit einem Ausgangs-Body-Mass-Index (BMI) von: ≥ 30 kg/m² (Adipositas) oder ≥ 27 kg/m² bis < 30 kg/m² (Übergewicht), bei denen mindestens eine gewichtsbedingte Begleiterkrankung, wie Fehlregulation der glykämischen Kontrolle (Prädiabetes oder Diabetes mellitus Typ 2), Hypertonie, Dyslipidämie oder obstruktive Schlafapnoe, vorliegt.

Quelle: Novo Nordisk Pharma GmbH Österreich

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