Nur noch wenig Paracetamol

(jup) Dass sich die Arzneimittelknappheit innerhalb der Coronakrise verstärken würde, war absehbar. Nun trifft es das Schmerzmittel Paracetamol, welches offenbar aufgrund der Verunsicherung über eine mögliche Corona-Symptomverstärkung durch Ibuprofen verstärkt gekauft wurde.

24.03.2020

Tabletten und Blister
© Foto: Mara Zemgaliete / stock.adobe.com
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In Person von Jens Spahn (CDU) greift das Bundesgesundheitsministerium in das Geschehen ein. Spahn wendet sich an Hersteller, den Großhandel sowie an Apotheken mit der Forderung, „Belieferung und Abgabe von paracetamolhaltigen Arzneimitteln nur für die im akuten Behandlungsfall benötigten Mengen und nur nach Prüfung geeigneter, therapeutischer Alternativen vorzunehmen“. Die Apotheken sollen Therapiealternativen erwägen und Paracetamol nur dann abgeben, wenn es keine therapeutische Alternative gibt.

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Auch über eine Rationierung des Arzneistoffs informiert Spahn: „Apotheken sollen paracetamolhaltige Arzneimittel nur in der Menge abgeben, die für den akuten Behandlungsfall erforderlich ist.“ Das gelte ebenso für den Versandhandel, so Spahn.

Die Ärzte werden dazu aufgerufen, Paracetamol nur dann zu verordnen, wenn es keine therapeutische Alternative gibt und auch nur in der medizinisch notwenigen Packungsgröße.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

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