Optimismus hilft beim gesunden Altern
Die Forschenden analysierten Daten von mehr als 11.000 Menschen ab 65 Jahren aus den USA. Als Maß für die körperliche Leistungsfähigkeit diente die Gehgeschwindigkeit, die kognitive Gesundheit im Alter erfassten sie über ein globales Kognitionsmaß. Die Einstellung zum Älterwerden wurde mit der fünfteiligen Attitude Toward Aging-Subskala der Philadelphia Geriatric Center Morale Scale erhoben.
In der Befragung gaben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, wie sehr sie Aussagen zustimmten wie: „Je älter ich werde, desto nutzloser fühle ich mich“ oder „Ich bin heute so zufrieden wie in jüngeren Jahren“. Die Ergebnisse zeigen: Altern muss nicht automatisch mit Einbußen der kognitiven oder körperlichen Funktion einhergehen. Über einen Zeitraum von bis zu zwölf Jahren verbesserten sich bei 45,15 Prozent der Teilnehmenden die kognitiven und/oder körperlichen Werte.
Optimismus steigert Mobilität im Alter
Besonders auffällig war der Zusammenhang mit dem eigenen Blick aufs Altern: Eine positive Einstellung zum Altern stand signifikant mit besseren Entwicklungen der kognitiven Leistungsfähigkeit in Verbindung.
Auch bei der Mobilität im Alter schnitten Menschen mit optimistischerem Blick auf das Älterwerden besser ab als Personen mit negativeren Erwartungen.
Wichtig ist dabei die fachliche Einordnung: Die Studie zeigt belastbare Zusammenhänge, belegt aber keine direkte Ursache-Wirkung-Beziehung.
Selbstwirksamkeit für gesundes Altern stärken
Für die Praxis spricht das für ein breiteres Verständnis von gesundem Altern: Nicht nur biologische Faktoren, sondern auch die eigene Sicht auf das Älterwerden kann eine Rolle spielen. Eine positive, realistische Haltung könnte deshalb helfen, kognitive und körperliche Ressourcen länger zu erhalten.
Quelle: DeutschesGesundheitsPortal, mdpi.com/2308-3417/11/2/28