Podcast PTA FUNK: Fresh-up Oxycodon

Hören statt lesen: Chefredakteurin Julia Pflegel hat aus unserer Serie Fresh-up den Beitrag zu Oxycodon vertont. Das Betäubungsmittel wird Menschen verordnet, die unter sehr starken Schmerzen leiden und bei denen nur ein Opioid-Analgetikum anschlägt.

von Julia Pflegel
07.10.2026

Mann nimmt Tablette mit Wasser
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© Foto: [M] RgStudio / Getty Images Signature via canva.com | Grafik: Mone Beeck
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  • Das Opioid-Analgetikum Oxycodon gehört zu den Betäubungsmitteln (BtM).
  • In oral anwendbaren Retardtabletten wird es oft mit den Opiatantagonisten Naloxon kombiniert, um Verstopfung entgegenzuwirken.
  • Retardierte Opiate werden so niedrig dosiert wie möglich gegeben und einschleichend aufdosiert, bis die Wirkung zufriedenstellend ist.

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Hintergrund

  • Das Opioid-Analgetikum gehört zu den Betäubungsmitteln.
  • Es wird gegen sehr starke Schmerzen verordnet.
  • In oral anwendbaren Retardtabletten wird es oft mit dem Opiatantagonisten Naloxon kombiniert.
  • Naloxon wirkt Verstopfung entgegen, einer häufigen Nebenwirkung von Opioiden wie Oxycodon.

 

Hebt der Opiatantagonist Naloxon die Wirkung von Oxycodon nicht gleich wieder auf?
 

Antwort

  • Bei oraler Anwendung als Retardtablette bindet Naloxon an die Opiatrezeptoren im Darm.
  • Das verhindert die verstopfende Wirkung von Oxycodon und senkt den Laxanzienbedarf bei dieser Therapie.
  • Gelangt Naloxon aus dem Darm ins Blut, wird es zur Leber transportiert und dort abgebaut.
  • Dadurch wird die schmerzlindernde Wirkung von Oxycodon nicht beeinträchtigt.

Gut zu wissen

  • Retardierte Opiate werden so niedrig dosiert wie möglich gegeben.
  • Sie werden durch eine zweimal tägliche Gabe stets einschleichend aufdosiert, bis die Wirkung so zufriedenstellend ist, dass möglichst selten Durchbruchschmerzen auftreten.
  • Treten Durchbruchschmerzen auf, muss zusätzlich ein schnellwirksames Bedarfsanalgetikum gegeben werden.

Nebenwirkungen

  • Durch versehentliche oder missbräuchliche Überdosierung kann es zu einer Atemdepression bis hin zum Tod kommen.
  • Vorsicht geboten ist deshalb auch bei Lungenfunktionsstörungen und schlafbedingten Atemstörungen (z. B. Schlafapnoe).
  • Die Kombination mit sedierenden Arzneimitteln (z. B. Benzodiazepine) ist nur in Ausnahmefällen erlaubt, da sich die Gefahr von Sedierung, Atemdepression bis hin zum Koma verstärkt.
  • Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol begünstigt das Auftreten von Nebenwirkungen.

 Abgabehinweis

Oxycodon-Retardtabletten sollten nicht zerkleinert oder zerkaut werden, da sonst die verzögerte Wirkstofffreisetzung beeinträchtigt wird. Das kann zu einer unbeabsichtigten Überdosierung führen.

Lesen statt hören – Serie Fresh-up: Oxycodon

Sie wollen sich den Text zum Wirkstoff noch einmal in Ruhe durchlesen? Hier geht's zum kompletten Artikel zu Oxycodon.

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