Positiver Nebeneffekt: Masken verringern auch Pollenlast

(kib) Sie schützen nicht nur vor Viren. Die gegen SARS-CoV-2 eingesetzten Masken können auch die Menge eingeatmeter Pollen zumindest reduzieren. Damit könnten auch Heuschnupfen-Symptome verringert werden, erklärt der Deutsche Polleninformationsdienst.

11.03.2021

Illustration Maskenschutz
© Foto: petrenkod / Getty Images / iStock
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„Egal welche Maske man trägt, es ist sehr wahrscheinlich, dass Pollen durch das Material abgehalten werden“, sagte Karl-Christian Bergmann, Allergologe und Leiter der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, der Deutschen Presse-Agentur. Dadurch könnte die Menge eingeatmeter Pollen zumindest reduziert werden.

Der Allergologe Arthur Helbing bestätigt in einem Interview mit dem Schweizer Allergiezentrum, dass sowohl chirurgische Masken als auch FFP2-Masken Pollen gut filterten. Dabei würden FFP2-Masken mit N95-Kennzeichnung zwar insgesamt besser filtern – bis zu einer Partikelgröße von 0,04 Mikrometer. Standardhygienemasken filtern hingegen nur bis zu einer Partikelgröße von drei Mikrometern. Da Pollenkörner allerdings zwischen 10 und 100 Mikrometern aufwiesen, würden FFP2-Masken die Entzündungssymptome bei Heuschnupfen aber „kaum zusätzlich“ verringern, so Helbling, Leiter der Allergologisch-Immunologischen Poliklinik am Inselspital Bern. Wer trotz Maske niesen müsse, solle diese regelmäßig wechseln. „Ist die Maske feucht, bietet sie kaum mehr Schutz, weder vor Pollen noch vor Viren.“

Der Schutzeffekt von Masken ist dennoch beschränkt: „Die Maske kann rote, tränende oder juckende Augen nicht verhindern“, so Helbing. Ein gewisser Schutz der Augen vor Pollen lasse sich mitunter durch das Tragen einer Brille erreichen.

Quelle: Ärzte Zeitung / dpa

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