So können Männer Plastik sparen

(kib) Durchschnittlich verwenden europäische Männer täglich sieben unterschiedliche Kosmetik- und Körperpflegeprodukte. Viele enthalten Kunststoffe. Die Verbraucherzentrale Hessen gibt Tipps, wie Männer Plastik sparen können.

08.09.2023

Mann im Bademantel betrachtet sein Gesicht im Spiegel
© Foto: Hemera Technologies / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)
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Viele Kosmetikprodukte sind in Plastik verpackt und enthalten Kunststoffe, in Form von Mikroplastik (winzigen festen Teilchen) und flüssigen Kunststoffen. Die Verbraucherzentrale Hessen hat sieben Tipps formuliert, wie auch Männer Kunststoffe in Kosmetik umgehen können.

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Sieben Tipps

  • Liste der Inhaltsstoffe auf der Verpackung anschauen. Viele Kunststoffe lassen sich an den Vor- und Nachsilben Poly- und –Polymer erkennen. Die App ToxFox des BUND zeigt, in welchen Kosmetikprodukten Kunststoffe enthalten sind.
  • Zertifizierte Naturkosmetik verwenden. Synthetische Kunststoffe sind hier verboten.
  • Feste Seifen und feste Shampoos verwenden. Sie enthalten keine oder viel weniger Kunststoffe, Verpackungsmaterial aus Plastik wird eingespart. 
  • Rasierseife und Pinsel (statt Rasierschaum) und langlebige Rasierhobel aus Metall verwenden.
  • Spezielle Bartpflegeprodukte sind nicht notwendig. Eine Gesichtscreme, die die Haut mit Feuchtigkeit versorgt, pflegt auch den Bart. Alternativ: pflanzliche Öle wie Kokosöl oder Arganöl zur Bartpflege nutzen.
  • Auf konventionelle Haarstyling-Produkte verzichten, sie enthalten besonders viel Kunststoff.
  • Nicht täuschen lassen: Die Bezeichnungen „Bio“ oder „pflanzliche Herkunft“ sind bei Kosmetikprodukten gesetzlich nicht geschützt und sagen nichts darüber aus, ob Kunststoffe in dem Produkt verwendet werden.

Die Problematik

„Derzeit werden viele Produkte damit beworben, dass sie mikroplastikfrei sind“, sagt Daniela Hubloher, Medizinerin in der Patientenberatung der Verbraucherzentrale Hessen. „Diese Produkte können aber dennoch gelöste, flüssige oder gelartige Kunststoffe enthalten. Diese sind mengenmäßig das viel größere Problem.“ Sie werden als Füllmittel eingesetzt und sorgen zum Beispiel für ein cremig-seifiges Gefühl beim Shampoo und Glanz auf den Haaren.

Mit dem Abwasser gelangen die Kunststoffe in die Umwelt. Da sie extrem langlebig sind, reichern sie sich in der Umwelt an und gelangen über die Nahrungskette wieder zurück zu den Menschen. Über die gesundheitlichen Auswirkungen ist wenig bekannt. Im Sinne eines vorbeugenden Umwelt- und Verbraucherschutzes sind Kosmetika ohne Kunststoffe vorzuziehen.

Quelle: Verbraucherzentrale Hessen

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