Sonnenfinsternis 2026: Augen gut schützen!
- Zertifizierter Augenschutz ist bei der partiellen Sonnenfinsternis am 12. August zwingend nötig, um Netzhautschäden zu verhindern.
- Sichere Sonnenfinsternis-Brillen erkennen PTA am CE-Symbol, der Norm DIN EN ISO 12312-2:2015 und der absoluten Unversehrtheit.
- Normale Sonnenbrillen, CDs oder rußgeschwärztes Glas bieten keinen Schutz und sind extrem gefährlich.
Die partielle Sonnenfinsternis wird je nach Region zwischen 19.11 Uhr und 21.03 Uhr stattfinden. Von Deutschland aus gesehen wird die Sonne bis zu 90 Prozent bedeckt sein.
Auch wenn die Sonne größtenteils bedeckt ist, birgt das Naturphänomen Gefahren: Ohne adäquaten Augenschutz erleidet die Netzhaut in kürzester Zeit irreparable Schäden. Das Bundesamt für Strahlenschutz rät daher zu Vorsicht.
Tipps für sichere Sonnenfinsternis-Brille
- Zertifizierung: Die Schutzbrille ist gemäß den gültigen EU-Normen als sicher für den direkten Blick in die Sonne gekennzeichnet und mit dem CE-Symbol versehen. Die aktuell gültige Norm ist DIN EN ISO 12312-2:2015.
- Kennzeichnung: Benutzungs- und Warnhinweise sind vorhanden.
- Unversehrtheit: Bei Folienbrillen darf die Folie keine Kratzer, Löcher und Risse am Übergang zwischen Filterfolie und Pappe oder sonstige Beschädigungen aufweisen. Beschädigte Brillen dürfen keinesfalls verwendet werden.
- Passform: Eine gute Schutzbrille verfügt über extrabreite Bügel und liegt gut am Gesicht an, um den Einfall von Streustrahlung ins Auge zu reduzieren.
Kinder sicher teilhaben lassen
Für Kinder empfehlen Experten die Projektionsmethode durch eine Lochkamera (Camera obscura) als die sicherste Methode. Da der direkte Blick in die Sonne komplett entfällt, ist dieses Vorgehen risikofrei. Die Kamera lässt sich leicht aus einem Karton basteln: Je größer der Karton, desto geringer das Risiko, dass Kinder aus Versehen doch in die Sonne schauen.
Das ist besonders gefährlich
Auf bestimmte Tipps, die etwa im Internet kursieren, sollte man sich nicht verlassen: Schwarze Filmstreifen, mit Kerzenruß geschwärzte Gläser, gefaltete Rettungsdecken, Sonnenbrillen, Schweißerbrillen oder Gletscherbrillen, Röntgenbilder und CDs bieten keinen ausreichenden Schutz und sind hochgefährlich fürs Augenlicht.
Auch die direkte Betrachtung der Sonne durch Ferngläser, Teleskope oder Kameras ist hoch gefährlich. Diese Geräte bündeln die Sonnenstrahlen zusätzlich. Im Fachhandel werden spezielle Filteraufsätze oder Folien angeboten. Die Filter müssen vor der Optik des entsprechenden Geräts angebracht werden.
Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz