Tag der Pharmazie: Apotheken unterstützen bei oraler Krebstherapie
Um Patientinnen und Patienten mehr Sicherheit zu geben, sind umfassende Aufklärung, individuelle Beratung und engmaschige Begleitung erforderlich, heißt es in der Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums.
Wichtig sei, dass Hausärztinnen und Hausärzte, Onkologinnen und Onkologen sowie Apothekerinnen und Apotheker Hand in Hand arbeiten, wird Dr. Tilman Schöning, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Onkologische Pharmazie, zitiert.
Ziel sei es, Einnahmefehler und Wechselwirkungen zu minimieren und die Therapiesicherheit bei oraler Antitumortherapie zu erhöhen.
Hilfreiche Anlaufstelle: Apotheken
Apotheken mit ihren weitgehend komfortablen Öffnungszeiten und geschultem Fachpersonal spielen als Ansprechpartner für Krebserkrankte eine zentrale Rolle.
Erwähnt werden dabei die pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) „Pharmazeutische Betreuung bei oraler Antitumortherapie (OAT)“ sowie „Erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation“.
Auf beide pDL haben Patientinnen und Patienten bei Neuverordnung eines oralen Krebsmedikaments einen gesetzlichen Anspruch.
Unterstützung zu Wechselwirkungen
Auch der Krebsinformationsdienst bietet Unterstützung zum Thema Wechselwirkungen bei Antitumortherapie. Die Experten sind täglich von 8 bis 20 Uhr telefonisch unter 0800.420 30 40 oder per E‑Mail unter erreichbar.
Online-Angebot Ambora
Ein weiteres Angebot für Patientinnen und Patienten ist Ambora. Dort finden Betroffene Tipps und Unterstützung rund um die Behandlung mit Tabletten und Kapseln.
Neben frei zugänglichen Informationen bietet die Webseite umfangreiche Materialien für medizinische Fachkreise, etwa Arzneimittelmerkblätter und Arbeitshilfen, die bei der Beratung zu oraler Krebstherapie und bei der Vermeidung von Nebenwirkungen und Wechselwirkungen unterstützen.
Alle Inhalte sind unabhängig und kostenfrei. Verantwortlich sind Apothekerinnen und Apotheker sowie klinische Pharmakologinnen und Pharmakologen am Comprehensive Cancer Center Erlangen-EMN.
Mitarbeit der Betroffenen
Patientinnen und Patienten tragen ebenfalls Verantwortung für ihre Sicherheit: Sie sollten dem Behandlungsteam alle eingenommenen Substanzen mitteilen – einschließlich verschreibungspflichtiger und rezeptfreier Medikamente, pflanzlicher Präparate und Nahrungsergänzungsmittel – um Wechselwirkungen zu vermeiden und die Therapiesicherheit ihrerseits zu erhöhen.
Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum