Tipps zur Ernährung bei Akne

Sprießen Pickel, leiden Betroffene oft stark. Doch lässt sich das Hautbild verbessern? Eine gezielte Ernährung bei Akne mit niedriger glykämischer Last kann laut Studien helfen. Wir zeigen, welche Lebensmittel bei Akne empfehlenswert sind.

von Kirsten Bechtold
08.07.2026

Jugendlicher mit starker Akne im Gesicht
© Foto: Barbara Krysztofiak / unsplash.com
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  • Eine Ernährung mit niedriger glykämischer Last, weniger Magermilch und Molkenprotein kann das Hautbild verbessern.
  • Statt strenger Diäten empfiehlt sich eine ausgewogene, mediterrane Kost, um das allgemeine Wohlbefinden zu stärken.
  • Eine ausgewogene Kost verbessert das allgemeine Wohlbefinden, ist jedoch kein Wundermittel für das Management der Akne.

Die Rolle der Ernährung bei der Entstehung von Akne wird schon lange diskutiert. Beobachtungsstudien zeigen mittlerweile deutliche Tendenzen: Eine Ernährung mit hoher glykämischer Last, Magermilch beziehungsweise fettarme Milchprodukte, Molkenproteinpräparate (Whey-Protein) und ein unausgewogenes Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren kann die Entstehung von Pickeln begünstigen.

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Vor diesem Hintergrund haben die Dermatologinnen Clio Dessinioti (Kapodistrian-Universität Athen) und Brigitte Dréno (Universität Nantes) eine umfassende Literaturrecherche durchgeführt. Aus den Ergebnissen leiteten sie konkrete Empfehlungen ab. Diese basieren auf insgesamt elf Studien mit 483 Patientinnen und Patienten, von denen acht randomisiert und kontrolliert abliefen.

In neun der Studien stand eine Kost mit niedriger glykämischer Last im Fokus – in vier Fällen führte genau diese Ernährungsweise zu einer signifikanten Besserung der Akne. Einen Blick warfen die beiden Wissenschaftlerinnen bei ihrer Recherche zudem auf die Rolle von Kuhmilchprodukten, Omega-3-Fettsäuren sowie veganen und mediterranen Ernährungsformen.

Ernährungstipps für die Praxis: Was essen bei Akne?

Wer unter unreiner Haut leidet, sollte den Expertinnen zufolge:

  • zu einer generell gesunden und ausgewogenen Ernährung ermutigt werden
  • Nahrungsmittel mit hoher glykämischer Last (z. B. gezuckerte Getränke, Süßigkeiten, raffinierte Kohlenhydrate) sowie fettarme Milchprodukte und Magermilch nur eingeschränkt konsumieren
  • vorsichtig beim Einsatz von Proteinsupplementen (wie Molkenprotein) sein, da diese Ausbrüche fördern können
  • starkes Übergewicht vermeiden (BMI > 25 kg/m²)

Lebensqualität steigern ohne extreme Diät

Die Wissenschaftlerinnen betonen, dass eine ausgewogene Kost in erster Linie das allgemeine Wohlbefinden verbessert – sie ist kein isoliertes Wundermittel für das Management der Akne.

Besonders empfehlenswert sei in diesem Zusammenhang eine mediterrane Ernährung. Der Fokus liegt hier auf nativem Olivenöl extra, frischem Obst und Gemüse, Vollkorn, Fisch sowie wertvollen Quellen von Omega-3-Fettsäuren. Das gilt insbesondere bei Begleiterscheinungen wie Insulinresistenz, Adipositas oder dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS).

Zudem empfehlen die Expertinnen, im Beratungsgespräch das oft negativ behaftete Wort „Diät“ durch „Ernährung“ zu ersetzen. Exzessive diätetische Einschränkungen sollten unbedingt vermieden werden, um – gerade bei heranwachsenden Akne-Betroffenen – nicht die Entwicklung einer Essstörung zu riskieren.

Fazit

Obwohl größere kontrollierte Studien benötigt werden, kann im Beratungsgespräch dazu geraten werden, sich ausgewogen zu ernähren und ein gesundes Körpergewicht anzustreben. Restriktive oder potenziell schädliche Ernährungsweisen sind zu vermeiden.

Quelle: onlinelibrary.wiley.com, Ärzte Zeitung

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