Unentbehrliche Arzneimittel

(kib) Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ihre Listen unentbehrlicher Arzneimittel und unentbehrlicher Arzneimittel für Kinder aktualisiert. Ergänzt wurden beispielsweise Mittel zur Krebstherapie, gegen Mukoviszidose und Psoriasis sowie neue Impfstoffe.

19.09.2025

Stele mit Aufschrift World Health Organization
© Foto: CURIOS / stock.adobe.com
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Die Liste der unentbehrlichen Arzneimittel erschien am 5. September in der 24. Auflage, die Liste der unentbehrlichen Arzneimittel für Kinder in 10. Auflage. Somit gelten nun 523 beziehungsweise 374 Arzneimittel weltweit als unentbehrlich.

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Beispiele

Vakzine gegen Ebola, Mpox, Hepatitis E und RSV gelten nun als unentbehrlich. Auch der IL-12/23-Antikörper Ustekinumab gegen moderate bis schwere Psoriasis wird aufgenommen - in beide Listen.

Ebenfalls zu finden ist Cytisin zur Raucherentwöhnung sowie zur Behandlung der Cystischen Fibrose (Mukoviszidose) die beiden Arzneistoffe Cladribin und Glatirameracetat sowie Rituximab (nicht für MS zugelassen, nur off Label einsetzbar).

Die GLP-1-Rezeptoragonisten Semaglutid beziehungsweise alternativ Dulaglutid, Liraglutid und der duale GIP/GLP-1-Rezeptoragonist Tirzepatid zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes und gleichzeitig bestehender kardiovaskulären oder chronischen Nierenerkrankung und Adipositas sollen dem WHO-Ausschuss zufolge künftig ebenfalls als unentbehrlich gelten.

Unter den Krebsmedikamenten werden Pembrolizumab gegen Gebärmutterhalskrebs, Kolonkarzinom und das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (jeweils metastasiert), mit Atezolizumab und Cemiplimab als therapeutische Alternativen, aufgenommen.

Alle zwei Jahre neu

Die WHO listet in den Listen diejenigen Medikamente auf, die aus ihrer Expertensicht zur Erfüllung der grundlegenden Gesundheitsbedürfnisse der Bevölkerung benötigt werden. Diese Medikamente sollen in jedem Land der Erde in ausreichender Menge, guter Qualität und zu erschwinglichen Preisen verfügbar sein.

Die Listen werden alle zwei Jahre aktualisiert und dienen als Leitfaden für Länder oder regionale Behörden. Diese können sie gemäß lokaler Prioritäten und Behandlungsrichtlinien für die Entwicklung und Aktualisierung nationaler Listen unentbehrlicher Arzneimittel übernehmen oder anpassen. 

Quelle: Ärzte Zeitung

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