Vibrionen: Gefahr im warmen Meerwasser

Mit steigenden Wassertemperaturen im Sommer wächst das Risiko für Vibrionen-Infektionen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor den Bakterien im Meerwasser. Wie Sie Risikopatientinnen und Patienten in der Apotheke richtig beraten, zeigt dieser kompakte Überblick.

von Kirsten Bechtold
27.08.2026

Frau im schwarzen Badeanzug im Meer.
© Foto: Dmitri / stock.adobe.com
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  • Vibrionen vermehren sich in leicht salzhaltigem Wasser wie der Ostsee, besonders ab 20 Grad Celsius, rasant.
  • Eine Infektion erfolgt entweder durch den Verzehr roher Meeresfrüchte oder über offene Wunden im Kontakt mit Meerwasser.
  • Vor allem abwehrgeschwächte und chronisch kranke Personen müssen beim Baden vorsichtig sein.

Durch den Klimawandel erwärmen sich die Gewässer weltweit, wodurch die Zahl der Vibrio-Infektionen stetig ansteigt. Bislang verursachten die stäbchenförmigen Bakterien vor allem in Asien und Amerika schwere Wundinfektionen und Durchfallerkrankungen. Doch auch in Europa wächst das Risiko. Vibrionen vermehren sich rasant bei Wassertemperaturen über 20 Grad Celsius und einem moderaten Salzgehalt von 0,5 bis 2,5 Prozent. Diese idealen Bedingungen finden die Erreger vermehrt in der Ostsee sowie in küstennahen Bereichen der Nordsee.

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Übertragungswege und Symptome

Eine Infektion mit Vibrionen erfolgt häufig über den Verzehr von kontaminierten, rohen oder unzureichend erhitzten Meeresfrüchten wie Austern, Muscheln und Krebstieren. Solche lebensmittelbedingten Infektionen äußern sich meist durch starke gastrointestinale Beschwerden wie Durchfall.

Eine weitere, hochrelevante Infektionsquelle ist der direkte Kontakt mit kontaminiertem Meerwasser. Beim Schwimmen oder Waten am Spülsaum können die Bakterien selbst über kleinste Hautverletzungen in den Körper eindringen und schwere, teils nekrotisierende Wundinfektionen auslösen.

Prävention: Beratungstipps für die Apotheke

PTA sollten Kundinnen und Kunden mit offenen oder schlecht heilenden Wunden raten, sommerwarmes Meer- und Brackwasser strikt zu meiden. Kommt es dennoch zum Kontakt, muss die Wunde umgehend mit sauberem Süßwasser gereinigt, desinfiziert und genau beobachtet werden.

Zur Hochrisikogruppe, die besonders sensibilisiert werden muss, zählen ältere sowie immunsupprimierte Menschen, aber auch Patientinnen und Patienten mit Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus, Leber- oder Herzerkrankungen.

Quelle: BfR

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