Vorsicht bei billigem Modeschmuck

(kib) Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit rät zur Vorsicht beim Kauf von billigem Modeschmuck. Ketten, Ringe und andere Schmuckstücke können zu viel Blei und Cadmium enthalten.

14.02.2020

Frau hält Hand mit Ringen ans Ohr mit Ohrring
© Foto: do (Symbolbild mit Fotomodell)
Anzeige

Im Jahr 2018 wurde preiswerter Modeschmuck, vorwiegend aus China, von den deutschen Überwachungsbehörden auf Blei und Cadmium untersucht. Ergebnis: In jedem achten untersuchten Schmuckstück (12,6 %) wurde der zulässige Grenzwert überschritten. Einige Schmuckstücke bestanden sogar fast ausschließlich aus Blei oder Cadmium.

Aktueller Podcast

Bereits im Jahr 2015 wurde Modeschmuck im Rahmen des Bundesweiten Überwachungsplans von den Behörden in den Bundesländern auf die Schwermetalle Blei und Cadmium untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass die Grenzwerte für Blei und Cadmium bei bis zu 20 Prozent der Proben nicht eingehalten wurden. Diese Befunde wurden in den folgenden Jahren durch die Überwachungsbehörden der Länder bestätigt.

In einem Folgeprogramm wurden daher 2018 preiswerte Modeschmuckartikel, vorwiegend auf Märkten angebotene Importware aus China, erneut untersucht. Auch hier wurden die Grenzwerte für Blei und Cadmium zum Teil deutlich überschritten. Von den 257 auf ihren Bleigehalt und den 286 auf ihren Cadmiumgehalt untersuchten Proben überschritten jeweils etwa acht Prozent die jeweiligen Grenzwerte. Bei einigen der insgesamt 296 untersuchten Schmuckstücke lagen die jeweils gemessenen Blei- beziehungsweise Cadmiumgehalte sogar bei über 90 Prozent.

Die längerfristige Aufnahme hoher Schwermetallmengen kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Blei kann unter anderem das Nervensystem schädigen und zu Unfruchtbarkeit führen. Cadmium und Cadmiumoxid sind als krebserzeugend eingestuft. Cadmium kann weiterhin Knochen- und Nierenschäden verursachen.

Besonders gefährlich wird es, wenn Kinder solche belasteten Schmuckanhänger oder Ketten beim Spielen in den Mund nehmen, an ihnen lecken, lutschen oder auch verschlucken. Beim Kauf von Schmuck, insbesondere auch für Kinder, wird daher geraten, einen Händler des Vertrauens oder ein Fachgeschäft aufzusuchen.

Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Kommentar schreiben

Die Meinung und Diskussion unserer Nutzer ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie im Sinne einer angenehmen Kommunikation auf unsere Netiquette. Vielen Dank!

Pflichtfeld *