Weltmännertag 2026
- Männer nehmen Krebsfrüherkennungsangebote seltener wahr und ihr Lebensstil birgt häufig ein erhöhtes Risiko für Infarkte.
- Veraltete Rollenbilder führen häufig dazu, dass Männer gesundheitliche und psychische Belastungen verschweigen.
- Mit fünf Tipps zu Bewegung, Ernährung, Psyche, Risikoabbau und Krebsfrüherkennung können PTA Männer für die eigene Gesundheit sensibilisieren.
Christoph Aluttis, Leiter des Referats Männergesundheit beim Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, erklärt: „Männer zeigen deutlich häufiger riskanten Alkoholkonsum und gehen seltener zur Vorsorge als Frauen. Die Folgen sind höhere Risiken für Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs.
Dahinter stehen auch tief verankerte Rollenbilder: Wer gelernt hat, Probleme allein zu bewältigen und vermeintliche Schwächen nicht zu zeigen, sucht Hilfe häufig zu spät.
Das umfasst auch psychische Belastungslagen. Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen, ist aber kein Bruch mit Männlichkeit, sondern Teil eines zeitgemäßen Verständnisses davon.“
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Fünf Maßnahmen, um die Gesundheit aktiv zu stärken
- Ausreichend bewegen und Sport treiben: Ob regelmäßiges Kraft- und Ausdauertraining oder gemeinsames Kicken – Bewegung schützt das Herz-Kreislauf-System und baut Stress ab.
- Gesund ernähren: Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung beugt Übergewicht, Diabetes und Herzinfarkten vor.
- Psychische Gesundheit pflegen: Auf eigene Belastungsgrenzen achten, Stress vermeiden, Erholungsphasen einplanen, soziale Kontakte pflegen und Probleme offen ansprechen.
- Früherkennung nutzen: Gesetzliche Vorsorge- und Krebsfrüherkennungsangebote konsequent wahrnehmen – insbesondere die jährliche Prostatakrebs-Früherkennung ab dem 45. Lebensjahr sowie die Darmkrebsvorsorge ab 50 Jahren.
- Risikoverhalten reduzieren: Auf einen maßvollen Umgang mit Alkohol und Tabak achten. Gerade Alkohol wird oft unterschätzt, dabei gibt es keinen risikofreien Konsum.
Quelle: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit