Wie viel sollen Kleinkinder bei Hitze trinken?
Ob und wie viel Babys und Kleinkinder bei großer Hitze zusätzlich trinken sollten, hängt vor allem vom Alter und von der Ernährung ab. Gesunde Babys, die gestillt werden oder Säuglingsanfangsnahrung erhalten, brauchen auch an heißen Tagen in der Regel kein zusätzliches Wasser.
Häufiges Stillen oder Füttern nach Bedarf reicht meist aus. Spätestens mit Einführung des dritten Breis sollte Babys zusätzlich Wasser angeboten werden.
Auch bei großer Hitze brauchen gesunde Babys, ob gestillt oder mit Säuglingsanfangsnahrung ernährt, kein zusätzliches Wasser oder andere Getränke.
Kathrin Herold, Beauftragte für Stillen und Ernährung des Deutschen Hebammenverbandes
Drei Tipps zur Trinkmenge bei Hitze
Tipp1: Nach Bedarf stillen oder füttern
Bei großer Hitze möchten Babys oft häufiger gestillt oder gefüttert werden. Dieses häufigere Stillen oder Füttern deckt den Flüssigkeitsbedarf normalerweise ausreichend ab. Extra Wasser brauchen gesunde Säuglinge dann nicht. Nur bei Fieber, Durchfall oder Erbrechen kann früher zusätzliche Flüssigkeit nötig sein.
Tipp 2: Kleinkindern regelmäßig Wasser anbieten
Kleinkinder, die bereits feste Nahrung essen, sollten regelmäßig trinken – am besten zu den Mahlzeiten und auch zwischendurch. Als Richtwert gelten für ein- bis vierjährige Kinder rund 820 Milliliter Getränke pro Tag, also etwa sechs kleine Becher. Bei hohen Temperaturen oder stärkerer körperlicher Aktivität steigt der Flüssigkeitsbedarf.
Tipp 3: Wasser ist die beste Wahl
Für Kleinkinder ist Wasser das beste Getränk – egal, ob Leitungs- oder Mineralwasser. Zusätzlich können ungesüßte, zuckerfreie Früchte- oder Kräutertees angeboten werden. Kräutertees sollten jedoch nicht ausschließlich getrunken werden; sinnvoll ist es, die Sorten zu wechseln.
Diese Getränke sind nicht geeignet
Koffeinhaltige Getränke wie Cola, Kaffee, Grün- und Schwarztee, manche Eistees sowie Energydrinks sind für Babys und Kleinkinder ungeeignet. Auch Limonaden, Fruchtsäfte, Schorlen und andere zuckerhaltige Getränke sollten möglichst vermieden werden, weil sie das Risiko für Karies und Übergewicht erhöhen können.
Was viele Eltern vielleicht nicht wissen: Auch ein kleines Glas Apfelsaft mit 150 Millilitern enthält bereits etwa 15 Gramm (natürlichen) Zucker – das entspricht rund fünf Stück Würfelzucker.
Bei Hitze: ab in den Schatten
Babys sollten keiner direkten Sonne ausgesetzt werden und sich an heißen Tagen möglichst an einem luftigen Schattenplatz aufhalten. Für Kleinkinder gilt ebenfalls: direkte Sonne möglichst vermeiden, besonders in der Mittagszeit.
Wichtig sind leichte, luftige Kleidung, eine Kopfbedeckung und für unbedeckte Hautstellen eine kindgerechte, wasserfeste Sonnencreme mit mindestens LSF 30.
Quelle: Netzwerk Gesund ins Leben