PTA im Praktikum: A wie Apothekenlabor

Als PTA im Praktikum müssen Sie sich erst an den vielseitigen Alltag in einer öffentlichen Apotheke gewöhnen. Als Einstieg bietet sich die Arbeit im Labor an. Durch den praktischen Unterricht in Galenik und Chemie sind Sie bereits mit vielen Tätigkeiten bestens vertraut. Das gibt Sicherheit. Dennoch gibt es für Praktikanten und Praktikantinnen Einiges zu beachten.

von Sarah Siegler
31.08.2026

Rezepturprofi Sarah Siegler (rechts) mit PTA-Kollegin im Apothekenlabor
© Foto: Sarah Siegler
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  • Vor Beginn der praktischen Laborarbeit ist eine umfassende Gefahrstoffunterweisung durch das Fachpersonal verpflichtend.
  • Die Eingangsprüfung von Ausgangsstoffen erfordert den sicheren Umgang mit teuren Laborgeräten und spezieller Software.
  • Für die sichere Chemikalienentsorgung müssen Gefahrstoffe korrekt getrennt, behandelt und beschriftet werden.

Gleich zu Beginn des Praktikums findet eine Gefahrstoffunterweisung durch eine Apothekerin oder einen Apotheker statt. Hierbei erfahren Sie, wie der sichere Umgang mit Gefahrstoffen in der Apotheke funktioniert, wo Sie sich über potenzielle Gefahren informieren können und welche Arbeitsschutzmaßnahmen zu beachten sind. Erst danach können Sie mit den praktischen Arbeiten im Labor starten. 

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PTA im Praktikum

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Eingangsprüfung: Drogen und Ausgangsstoffe prüfen 

Wie genau in Ihrer Apotheke bei einer Eingangsprüfung vorgegangen wird, lassen Sie sich am besten von Ihrer Praxisanleiterin bzw. Ihrem Praxisanleiter zeigen. In der BAK-Richtlinie zur Durchführung der praktischen Ausbildung zur/zum PTA finden Sie hierzu Hilfestellungen (Arbeitsbogen 3, Prüfung der Ausgangsstoffe, Fertigarzneimittel und Medizinprodukte). Viele Apotheken verwenden für die Eingangsprüfungen Prüfprogramme, zum Beispiel das Dr. Lennartz Laborprogramm, die den Arbeitsalltag erleichtern und einfach zu bedienen sind. 

Bei Unsicherheiten sollten Sie sich Laborgeräte wie die Apparatur zur Schmelzpunktbestimmung oder das Refraktometer vor der ersten Benutzung erklären lassen. Diese Instrumente haben einen hohen Anschaffungspreis und sollten fachgerecht angewandt werden, um Beschädigungen oder Ärger mit der Apothekenleitung zu vermeiden. 

Achtung: Sofern ein validiertes Prüfzertifikat vorliegt, müssen Ausgangsstoffe zukünftig nicht mehr auf Identität geprüft werden. Diese Änderung der Apothekenbetriebsordnung tritt voraussichtlich im September 2026 in Kraft. 

Fachgerechte Chemiekalienentsorgung 

Die richtige Entsorgung der im Labor verwendeten Chemikalien ist ein absolutes Muss. Da sich die Apotheke selbst um Sondermüll kümmern muss, ist es wichtig zu wissen, in welche Sammelgefäße die genutzten Reagenzien einzufüllen sind und ob diese gegebenenfalls angesäuert werden müssen. 

So müssen beispielsweise ammoniakalische Silberlösungen vor der Entsorgung mit verdünnter Salpetersäure angesäuert werden, da sich sonst beim Stehenlassen explosives Knallsilber bilden kann. Zudem sind organische und anorganische Substanzen vor der Entsorgung voneinander zu trennen. 

Bei der Beschriftung des Chemikalienmülls ist das Wissen aus der PTA-Schule gefragt.

Darüber hinaus muss der Chemikalienmüll korrekt beschriftet werden. Hier sind Ihre Kenntnisse aus dem Chemieunterricht gefragt, denn dort sollten Sie gelernt haben, in welche Stoffklassen die Abfälle zu unterteilen sind. Ein hilfreicher Leitfaden dafür ist der Arbeitsbogen 1 der BAK-Richtlinie zur Durchführung der praktischen Ausbildung zur/zum PTA (Haltbarkeit, Lagerung und Entsorgung der Fertigarzneimittel, Medizinprodukte, apothekenüblichen Waren und Ausgangsstoffe). Darin werden neben der richtigen Entsorgung auch die Themen Lagerung und Haltbarkeit behandelt.  

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