Fresh-up: Pyrantel

Ein Befall etwa mit Madenwürmern kommt bei Kindern häufig vor. Erwachsene können sich natürlich auch mit den Parasiten infizieren. In diesem Beitrag finden Sie Hinweise zur Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen des Wurmmittels (Anthelminthikum) Pyrantel.

28.07.2023

Würmer
© Foto: Grafissimo / Getty Images / iStock
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Anwendung

Pyrantel wirkt neben dem Madenwurm (Enterobius vermicularis/Oxyuren) auch gegen den

  • Spulwurm (Ascaris lumbricoides)
  • Hakenwurm (Ancylostoma duodenale)
  • Amerikanischen Hakenwurm (Necator americanus)
  • Fadenwurm (Trichostrongylus colubriformis und orientalis).

Wirkweise

  • Das Anthelminthikum Pyrantel lähmt die Madenwürmer im Darm.
  • Die Würmer werden dann mit dem Stuhl ausgeschieden.
  • Pyrantel hat allerdings keinen Einfluss auf die Eier der Madenwürmer.
  • Deshalb muss die Behandlung bei Madenwurmbefall nach zwei bis drei Wochen wiederholt werden, um die neu entwickelten Würmer zu entfernen.

Dosierung

  • Pyrantel wird in der Dosierung von zehn Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht verabreicht.
  • Es wird als Kautablette (Erwachsene, Kinder ab 2 J.) oder Suspension angeboten.

Beratungshinweise

Gleichmäßige Verteilung des Wirkstoffs: Vor der Anwendung sollten Sie die Flasche gut schütteln, um sicherzustellen, dass der Wirkstoff gleichmäßig verteilt ist.

Dosierung von Pyrantel: Die empfohlene Dosierung von Pyrantel beträgt zehn Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Bitte stellen Sie sicher, dass die Dosierung entsprechend dem Gewicht des Patienten erfolgt.

Kontrolluntersuchung nach einem halben Jahr: Nach der Behandlung ist es ratsam, nach einem halben Jahr eine erneute Kontrolluntersuchung durchzuführen. Dies gewährleistet, dass keine Würmer zurückgeblieben sind und die Wirksamkeit der Therapie überprüft wird.

Nebenwirkungen

häufig gelegentlich
Darmkrämpfe Appetitlosigkeit
Durchfall Hautausschläge
Erbrechen Müdigkeit
Kopfschmerzen Schlaflosigkeit
Schwindel
Übelkeit

Vorsicht beim Autofahren: Pyrantel reduziert das Reaktionsvermögen.

Erneute Infektion vermeiden

  • Eier von Madenwürmern überleben außerhalb des Körpers bis zu drei Wochen.
  • Die Infektion erfolgt über den Hand-Mund-Kontakt nach Berührung mit Wurmeiern.
  • Eier können in kotverschmiertem Sand liegen oder ungewaschenen Nahrungsmitteln anhaften.
  • Eine Inhalation ist möglich, wenn Bettwäsche aufgeschüttelt wird und die Eier durch die Luft wirbeln.
  • Eine gründliche Reinigung aller Lebensbereiche ist daher wichtig.
Serie Fresh-up: Pyrantel

Hier geht's zum kompletten Artikel zu Pyrantel aus unserer Serie Fresh-up.

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