Die Beauty-Frage: Sind künstliche Wimpern unbedenklich?

28.11.2025

Wimpern
© Foto: Maksymiv Iurii / stock.adobe.com
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Die Antwort

Diese Frage beantworten Experten der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft mit einem klaren Nein. Künstliche Wimpern beziehungsweise Wimpernverlängerungen (Extensions) können die Gesundheit der Augen beeinträchtigen. Laut den Fachleuten begünstigen die zum Ankleben der Wimpern nötigen Klebstoffe akute allergische Kontaktekzeme. Wird beim Anbringen und Ablösen der künstlichen Wimpern nicht hygienisch gearbeitet, entstehen Lidrand- und Bindehautentzündungen.

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Frauen, die ständig künstliche Wimpern tragen, laufen zudem Gefahr, dass die Wimpernbasis verkalkt oder der die Wimpern umgebende Schaft verletzt wird und ihre natürlichen Wimpern ausfallen, abbrechen oder nicht mehr richtig nachwachsen. Die Augenärzte weisen ferner darauf hin, dass künstliche Wimpern vor Eingriffen am Auge entfernt werden müssen. Dabei spielen aber nicht nur hygienische Aspekte eine Rolle. Ist zur Therapie Hitze nötig, können die Kunstwimpern in Flammen aufgehen. Ein Besuch beim Augenarzt zur Kontrolle ist also immer dann angesagt, wenn nach der Wimpernbehandlung Augenrötungen oder Schmerzen auftreten, die sich verstärken und die länger als drei bis vier Tage anhalten.

Rat der Expertin

Wollen Sie sich die Wimpern auffüllen lassen, achten Sie darauf, während der ganzen Prozedur die Augen geschlossen zu halten, damit keine reizenden Klebstoffdämpfe ins Auge gelangen. Wer unter Pollenallergie leidet, verzichtet in der Pollenhochsaison besser auf Kunstwimpern. Planen Sie auch ein, dass die künstliche Pracht nur etwa drei bis vier Wochen anhält und dann aufgefüllt oder sogar neu angelegt werden muss.

Damit Sie möglichst lange etwas von Ihren Extensions haben, entfernen Sie Make-up am besten mit ölfreien Abschminkprodukten oder Mizellenwasser, da Lipide den Kleber lösen und Kunstwimpern schneller abfallen. Tupfen Sie beim Abschminken das Make-up mit einem fusselfreien Tuch nur sanft ab, ohne an den Wimpern zu reiben oder zu ziehen. Nach etwa einem halben Jahr sollten Sie Ihren natürlichen Wimpern eine Extensions-freie Phase zur Erholung gönnen. In dieser Zeit können Sie die Wimpernregeneration durch das Auftragen von Oliven-, Jojoba- oder Rizinusöl fördern. Auch Seren und Cremes pflegen strapazierte Wimpern. Sanfte Augenmassagen sollen die Wimpernwurzeln besser durchbluten und mit Nährstoffen versorgen.

Stefanie Fastnacht ist PTA, Apothekerin und Kosmetikfachberaterin (HAV). Sie ist Autorin vieler Artikel, in denen neben Hauterkrankungen immer auch die Hautpflege eine wichtige Rolle spielt.

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*beispielhafte Nennungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit (Stand der Informationen: 13.11.2025)

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