Die Beauty-Frage: Warum kann Wintersport der Haut schaden?

Die Haut im Gesicht und an den Händen wird beim Wintersport besonders in Mitleidenschaft gezogen, da sie – im Gegensatz zur Körperhaut – direkt Kälte und Wind ausgesetzt ist. Welche Pflegetipps Sie im HV geben können, erklärt unsere Dermokosmetik-Expertin.

30.01.2026

Frau mit Sonnenbrille in den verschneiten Bergen
© Foto: Angelov / stock.adobe.com
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Die Antwort

Sinkt die Außentemperatur unter acht Grad Celsius, lassen die Talgproduktion und die Durchblutung der Haut nach, und zwar am ganzen Körper. Aufgrund des fehlenden Hautfetts, das ein Bestandteil des Hautschutzmantels ist, verdunstet Feuchtigkeit schneller von der Hautoberfläche. Hinzu kommt, dass kalte Luft, ähnlich wie Heizungsluft, sehr trocken ist. In der Folge gibt die Haut mehr Feuchtigkeit nach außen ab als in der warmen Jahreszeit. Auf beides – Fett- und Feuchtigkeitsmangel – reagiert sie mit Trockenheit, Rötungen, Juckreiz und Schuppung bis hin zu Hautrissen und einem fahlen Teint.

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Die Haut im Gesicht und an den Händen wird beim Wintersport besonders in Mitleidenschaft gezogen, da sie – im Gegensatz zur Körperhaut – direkt Kälte und Wind ausgesetzt ist. Hinzu kommt, dass die UV-Strahlung der Sonne in den Bergen intensiver ist als auf Meereshöhe. Schnee reflektiert und verstärkt die Strahlung zusätzlich, was Verbrennungen Vorschub leistet. Gefährlich ist, dass durch die kalten Temperaturen und den Wind die Intensität der Sonne unterschätzt und ein Sonnenbrand oft erst bemerkt wird, wenn sich bereits Rötungen zeigen.

Rat der Expertin

Bevor Sie auf Loipe oder Piste durchstarten, sollten Sie eine an den individuellen Hautzustand angepasste Sonnenschutzcreme mit LSF 50 beziehungsweise LSF 50+ auftragen. Bei Wind und Minusgraden ist es ratsam, empfindliche Hautareale wie Lippen, Nase und Ohren mit einer Kälteschutzcreme abzudecken.

Entsprechende Präparate sind wasserfrei oder enthalten als Wasser-in-Öl(W/O)-Emulsion nur einen geringen Wasseranteil. Eingearbeitete Lipide wie Bienenwachs, Sheabutter, Mandel- und Sonnenblumenöl bilden eine Fettschicht auf der Hautoberfläche, schirmen sie so vor Wind und Kälte ab und sorgen gleichzeitig dafür, dass kein Wasser verdunstet. Denken Sie aber daran, den fettreichen Schutz nach dem Tag auf der Piste abzunehmen. Sonst kann es beim Aufenthalt in geheizten Innenräumen zu einer Überwärmung mit Jucken und Brennen kommen. Nutzen Sie zum Reinigen pH-neutrale Syndets, Reinigungsmilch oder micellare Lösungen.

Als Pflege danach bieten sich bei trockener Haut Cremes und Lotionen auf W/O-Basis an. Zusätze wie Harnstoff oder Glycerin binden Feuchtigkeit in der obersten Hautschicht und halten sie feucht und geschmeidig. Das gilt für die Körper-, aber auch die Gesichtspflege.

Stefanie Fastnacht ist PTA, Apothekerin und Kosmetikfachberaterin (HAV). Sie ist Autorin vieler Artikel, in denen neben Hauterkrankungen immer auch die Hautpflege eine wichtige Rolle spielt.

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*beispielhafte Nennungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit (Stand der Informationen: 19.01.2026)

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