Hautkrebs: Sieben Irrtümer

Laut der Deutschen Krebshilfe erkranken jedes Jahr über 300.000 Menschen an Hautkrebs. Oftmals wird das eigene Risiko unterschätzt, auch wegen weit verbreiteter Mythen. Sieben stellen wir vor.

von Kirsten Bechtold
29.06.2026

Ärztin vor Bildschirm mit Melanom
© Foto: AndreyPopov, Getty Images
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Sonnenstrahlen schädigen die Haut durch tief eindringende UV-Strahlen und erhöhen auf lange Sicht das Hautkrebsrisiko, insbesondere, wenn keine Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Inzwischen ist Hautkrebs in Deutschland eine der häufigsten Krebserkrankungen. Die meisten Menschen entwickeln weißen oder hellen Hautkrebs (z. B. Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom). Mit steigender Tendenz wird das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) diagnostiziert.

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Kein Mythos: UV-Strahlen schaden der Haut.
 

Training für die Haut

Die Aussage „Ein Besuch im Solarium schützt vor Sonnenbrand“ ist ebenso falsch wie die Behauptungen „Durch Sonnenbrand wird die Haut abgehärtet“ oder „Bräune schützt die Haut vor UV-Strahlung“. Im Solarium ist die Strahlenbelastung sehr hoch – ähnlich der zur Mittagszeit am Äquator. Das erhöht das Hautkrebsrisiko. Die oftmals als attraktiv empfundene Bräune ist ein Schutzmechanismus der Haut und deutet auf eine hohe UV-Belastung hin. Der Lichtschutzfaktor von gebräunter Haut liegt ungefähr bei vier. Auch Gebräunte benötigen weiterhin Sonnenschutzmittel und -maßnahmen.

Stundenlange Sonnenbäder

Nicht korrekt ist die Annahme, dass „Sonnencreme stundenlange Sonnenbäder möglich macht“. Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von 30 oder mehr verringern zwar das Eindringen eines Großteils der UV-Strahlen, jedoch nicht vollständig. Oftmals wiegen sich Anwendende zudem in trügerischer Sicherheit. Nämlich dann, wenn die genutzte Menge Sonnenschutzmittel zu gering ist, Stellen vergessen werden oder nicht berücksichtigt wird, dass der Sonnenschutz durch Schwitzen und Bewegen nachlässt. Es gilt daher laut Deutscher Krebshilfe: Sonnencreme ist eine Ergänzung – Kleidung, die Schultern und Nacken bedeckt, sowie Kopfschutz sind wichtiger.

Bewölkter Himmel

Ins Reich der Mythen gehören auch Aussagen wie „Bei Wolken am Himmel bedarf es keines Schutzes“ und „Babys dürfen in die Sonne, wenn sie gut eingecremt sind“. Es gilt: Je nach Wolkentyp mindern Wolken die Intensität der UV-Strahlung maximal um zehn bis 50 Prozent. Vor allem um die Mittagszeit sollten auch an bewölkten Tagen Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Säuglinge im ersten Lebensjahr sind generell nicht direkter Sonne auszusetzen und müssen wegen ihrer empfindlichen Haut durch lange Kleidung und Kopfbedeckung geschützt werden.

Alterskrankheit

Oftmals zu hören ist: „Nur ältere Menschen erkranken an Hautkrebs.“ Das ist so nicht richtig: Zwar sind die meisten über 70, wenn sie ihre Hautkrebsdiagnose erhalten, doch zunehmend erkranken auch jüngere Menschen, insbesondere am schwarzen Hautkrebs.

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